Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25 - 13.06.2018

Mehr Chancen für Teilzeitbeschäftigte

Frauen im Land häufig nur in geringem Umfang berufstätig

Der DGB Baden-Württemberg begrüßt, dass die Bundesregierung das Teilzeitrecht reformieren will. Einen entsprechenden Entwurf hat das Kabinett heute verabschiedet.

Die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf sagte dazu: „Die Reform ist ein wichtiger und überfälliger Schritt. Sie hilft vor allem Frauen, die Teilzeitfalle zu vermeiden. Junge Frauen, die in Vollzeit arbeiten, erhalten mehr Sicherheit, durch eine Familienphase beruflich nicht den Anschluss zu verlieren. Zudem werden die Rechte von Beschäftigten gestärkt, die heute schon Teilzeit arbeiten.

In Baden-Württemberg wird vielfach noch das Zuverdienermodell gelebt. Die durchschnittliche Arbeitszeit von Frauen in Teilzeit beträgt nur gut 19 Stunden pro Woche. Viele Teilzeitbeschäftigte möchten gerne aufstocken. Wenn der Arbeitgeber ihre Wünsche nicht erfüllen will oder kann, muss er künftig nachweisen, warum. Bisher lag die Beweislast bei den Beschäftigten. Das ist ein Fortschritt.“

Frenzer-Wolf kritisierte jedoch, dass das Recht auf eine befristete Teilzeit erst von einer bestimmten Unternehmensgröße (mehr als 45 Beschäftigte) gelten solle: „Gerade Frauen arbeiten häufig in kleinen Betrieben. Durch die Schwelle sind viele Beschäftigte von der Brückenteilzeit von vornherein ausgeschlossen. An dieser Stelle muss nachgebessert werden.“


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