Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 48 - 19.09.2018
Zu Meldungen des SWR „Zahl tödlicher Arbeitsunfälle steigt um 6 Prozent“

DGB fordert Sofortmaßnahmen beim Arbeitsschutz

Kunzmann: Land hat den Arbeits- und Gesundheitsschutz sträflich vernachlässigt

Angesichts steigender Zahlen von tödlichen Arbeitsunfällen und einem dramatischen Rückgang der Arbeitszeitkontrollen, wie Recherchen des SWR zeigen, fordert der DGB Baden-Württemberg die Landesregierung auf, Sofortmaßnahmen für einen besseren Arbeitsschutz zu ergreifen. Der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann: „70 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Arbeitsunfällen im Land gestorben. Das Land und die für den Arbeitsschutz zuständigen Landratsämter müssen alles dafür tun, dass die Menschen an ihrem Arbeitsplatz vor Unfällen geschützt sind. Arbeit darf nicht krank machen – geschweige denn, das Leben kosten.“

Der DGB hält kurzfristig eine Verdoppelung des Personals für die Gewerbeaufsicht von 500 auf 1000 für dringend geboten. Mittelfristig seien landesweit weitere 500 Stellen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz notwendig, damit insbesondere kleine und mittlere Betriebe stärker kontrolliert und beraten werden könnten. 

Allein zwischen 2008 und 2016 hat sich die Zahl der Arbeitskontrollen von 1918 auf 1072 praktisch halbiert. Bei fast einer halben Million Betriebe im Land ist die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, äußerst gering. Nach SWR-Recherchen ist die Zahl der Arbeitskontrollen seit 1996 sogar um 80 Prozent gesunken.

Nähere Informationen und eine Grafik zum Rückgang der Arbeitsschutzkontrollen in Baden-Württemberg unter:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Immer-mehr-toedliche-Arbeitsunfaelle-in-Baden-Wuerttemberg,arbeitsschutz-bw-100.html


Ansprechpartner:

Jendrik Scholz, Abteilungsleiter Arbeits- und Sozialpolitik
(jendrik.scholz@dgb.de oder 0160 96390483)

 


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