Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13 - 06.03.2018
Internationaler Frauentag 2018 -

DGB dringt auf höhere Repräsentanz von Frauen in der Politik

Entgelt- und Rentenlücke müssen endlich geschlossen werden


Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März feiert der DGB das hundertjährige Jubiläum des Frauenwahlrechts und würdigt damit das Engagement der Arbeiterinnenbewegung für die Gleichberechtigung von Frauen. „Doch trotz rechtlicher Gleichstellung von Frauen und Männern sind wir von tatsächlicher Gleichstellung noch ein gutes Stück entfernt: Frauen werden häufig schlechter bezahlt, stehen vor ungelösten Arbeitszeitproblemen und gerade in Baden-Württemberg haben wir trotz einer hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen einen viel zu hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigung. 2016 waren 72,4 Prozent der Arbeitnehmerinnen in atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt, davon 62 Prozent in Teilzeit und 33 Prozent in geringfügigen Beschäftigungen. Frauen erhalten im Schnitt nur halb so hohe Renten wie Männer“, sagte Gabriele Frenzer-Wolf, die stellvertretende Landesvorsitzende des DGB Baden-Württemberg.

Deshalb fordern der DGB Baden-Württemberg und seine Mitgliedsgewerkschaften die Verantwortlichen im Land und Bund dazu auf, die  Rahmenbedingungen endlich so zu gestalten, dass Frauen die gleichen Chancen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit, eine angemessene Bezahlung und Karrierewege haben wie Männer.  „Von den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern erwarten wir zielgerichtetes Handeln, damit sich die Entgeltlücke, die Arbeitszeitlücke und die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen endlich schließt. Dazu gehört vor allem, dass der Rechtsanspruch auf eine befristete  Teilzeit jetzt kommt – ohne Wenn und Aber“, mahnte Frenzer-Wolf.

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist der Landtag in Baden-Württemberg noch immer so männlich wie kein anderer. Nur 24,5 Prozent der Abgeordneten sind Frauen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wahlrechtsänderung wird gegenwärtig zerredet. Die CDU-Fraktion blockiert jegliche Veränderung. Rechtspopulisten mit ihrem rückständigen Frauen- und Familienbild  wollen die Teilhabemöglichkeiten von Frauen beschränken. Auch dagegen wenden sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am Internationalen Frauentag. Frenzer-Wolf: „Die gleichstellungspolitischen Erfolge der Vergangenheit werden wir ebenso unerbittlich gegen Rechtspopulismus und Antifeminismus auch von anderen konservativen Strömungen verteidigen wie die Ziele, die wir erreichen wollen! Frauen müssen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil an politischen Entscheidungen beteiligt sein.“

 


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