Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 66 - 13.12.2017

DGB mit streikenden Pflegekräften solidarisch

Martin Kunzmann spricht bei Kundgebung in Tübingen


Der DGB Baden-Württemberg erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten an den Unikliniken im Land, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Bei der Kundgebung heute in Tübingen anlässlich des Warnstreiks spricht der Landesvorsitzende Martin Kunzmann:

„Der Versuch der Arbeitgeber, den Warnstreik durch juristische Kniffe zu verhindern, ist eine Ohrfeige für die Beschäftigten. Ich bin sehr froh, dass die Arbeitgeber gestern Abend vor dem Landesarbeitsgericht den Rückzug antreten mussten. Es ist bedenklich, wenn ein öffentlicher Arbeitgeber eine britische Anwaltskanzlei bemüht, um sich Verhandlungen über die dringend verbesserungswürdigen Arbeitsbedingungen an den Unikliniken zu entziehen. Das Streikrecht ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Ohne Streikrecht würden die Beschäftigten zu Bittstellern degradiert.

In Baden-Württemberg fehlen 9000 Pflegekräfte für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber – 25 Stellen mehr pro Klinikum – ist eine Provokation. Das ist, als würde man jemandem, der an einer Lungenentzündung leidet, eine Tasse Tee anbieten. Davon wird er nicht gesund.

Krankenhäuser wie ein Unternehmen zu führen, bei dem ausschließlich der Profit zählt, ist der falsche Ansatz. So wird Gesundheitsfürsorge zum Wirtschaftsgut. Das darf nicht sein.“

 


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