Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 66 - 26.10.2016
Alterssicherungsbericht der Bundesregierung

Starke Argumente für die Stärkung der gesetzlichen Rente

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ heute berichtet, warnt die Bundesregierung in ihrem neuesten Alterssicherungsbericht vor einem starken Rückgang der Renten für künftige Rentnerinnen und Rentner. Vor allem für Geringverdiener bestehe ein erhebliches Risiko. Ohne zusätzliche Vorsorge steige das Risiko der Bedürftigkeit im Alter stark an.

Dazu erklärt Nikolaus Landgraf, der Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg:

„Das Problem ist erkannt. Jetzt gilt es, darauf zu reagieren. Alles andere wäre verantwortungslos. Klar ist auch, dass eine weitere Anhebung des gesetzlichen Rentenalters nicht die Lösung sein kann. Der Bericht zeigt, welche hohe Bedeutung die gesetzliche Rente hat. Fast drei Viertel aller gezahlten Altersleistungen stammen aus dieser Säule der Alterssicherung. Politik und Sozialpartner müssen dafür sorgen, dass diese Säule auch weiterhin tragfähig ist. Der Impuls dazu darf gerne auch von der Landesregierung und den baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten ausgehen. Denn auch im vergleichsweise wohlhabenden Baden-Württemberg sinkt das Rentenniveau und steigt die Altersarmut. Männliche Beschäftigte, die 2015 in Rente gegangen sind, haben mit durchschnittlich 1.106 Euro 51 Euro weniger zur Verfügung als Männer, die bereits im Rentenbezug sind. Ihre durchschnittliche Rente beträgt 1.155 Euro. Die Rente von Frauen beträgt im Schnitt lediglich 636 Euro im Monat.

Neben einer Umkehr in der Rentenpolitik brauchen wir auch mehr tariflich gesicherte Beschäftigung. Nur mit höheren Löhnen haben Geringverdienende überhaupt eine Chance, sich ein Rentenniveau oberhalb der Grundsicherung zu erarbeiten. Gerade von ihnen mehr private Vorsorge zu verlangen, ist zynisch.“

http://www.sueddeutsche.de/geld/alterssicherung-die-rente-allein-wird-oft-nicht-mehr-reichen-1.3221386 

 


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