Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 18 - 16.04.2018
DGB-Jugend appelliert an Arbeitgeber

Mehr Jugendlichen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz geben

Woche der beruflichen Bildung gestartet

Anlässlich der vom DGB mit veranstalteten „Woche der beruflichen Bildung“ fordert die DGB-Jugend die Unternehmen in Baden-Württemberg auf, für mehr Ausbildungsplätze zu sorgen und mehr Jugendlichen eine Chance auf eine Ausbildung zu geben. Trotz des Trends zur Akademisierung interessieren sich deutlich mehr junge Menschen für einen Ausbildungsplatz als von der Wirtschaft angeboten werden. So standen im Südwesten im vergangenen Ausbildungsjahr für 107.436 Ausbildungsinteressierte lediglich 82.314 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Andre Fricke . Bezirksjugendsekretär des DGB Baden-Württemberg: „Wer meint, die große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage löse sich alleine durch den demografischen Wandel, täuscht sich, denn die Zahl der ausbildungsinteressierten Jugendlichen ist zuletzt gestiegen.“

Die DGB-Jugend kritisiert, dass Hauptschüler_innen deutlich schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt haben als andere Schulabgänger_innen. Obwohl für die allermeisten Ausbildungsberufe ein Hauptschulabschluss völlig ausreichend sei, schraubten die Unternehmen die Ansprüche hoch und schlössen eine ganze Gruppe von Absolvent_innen vom Bewerbermarkt aus, ohne sich genauer mit einzelnen Bewerbungen zu beschäftigen. Fricke weiter: „Es ist skandalös, dass die duale Berufsausbildung auf der einen Seite von Unternehmen und der Politik als erfolgreiche Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt gefeiert wird, aber auf der anderen Seite es seit Jahren verpasst wird, allen Ausbildungsinteressierten ein entsprechendes Angebot zu machen.“

Die DGB-Jugend begrüßt, dass der Bundespräsident dieses Jahr die Schirmherrschaft für die „Woche der beruflichen Bildung“ übernommen hat und auf diese Weise die duale Berufsausbildung aufwertet.

 

 


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