Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11 - 13.02.2017

DGB bündelt gewerkschaftliche Angebote zum Fach Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

Zur Einführung des neuen Schulfachs Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung im kommenden Schuljahr bündelt der DGB die gewerkschaftlichen Angebote für Lehrkräfte und Schulen in Baden-Württemberg unter der Bezeichnung Initiative Schule Arbeitswelt. Neben einem umfassenden Online-Angebot und einer Facebook-Seite sind auch Lehrerfortbildungen geplant.

„Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg sollen zukünftig eine gute Berufs- und Studienorientierung erhalten und die Arbeitswelt aus erster Hand kennenlernen“, sagte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf anlässlich des Beginns der Fachmesse Didacta. „Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler unabhängig von wirtschaftlich geleiteten Interessen ihren beruflichen und privaten Lebensweg eigenverantwortlich gestalten können. Betriebspraktika sind dafür ein sinnvolles Instrument. Schülerinnen und Schüler müssen darüber hinaus Betriebs- und Personalräte sowie Jugendvertretungen und deren Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen“, so Frenzer-Wolf weiter.

Die Gewerkschaften wollen Schülerinnen und Schülern gerade in der Arbeitswelt und im Wirtschaftsleben einen eigenständigen Blick ermöglichen und ihre Beteiligungskompetenz stärken. Mit einer kostenlosen Handlungshilfe zu Betriebspraktika unterstützen die Gewerkschaften Lehrkräfte und Betriebsräte bei der Durchführung von Betriebspraktika. „Darüber hinaus bietet die DGB-Jugend mit dem Projekttag Ready-Steady-Go ein Planspiel zur Berufserkundung an, von dem bereits in der Vergangenheit viele Schulen im Land profitieren konnten“, sagte die DGB-Vize im Land und ergänzte: „Kritische Fragen zum Wirtschaftssystem sind an den Schulen noch immer eher die Ausnahmen, stattdessen dominiert der homo oeconomicus den Unterricht.“

Die Bildungsplanreform hat nach Auffassung des DGB die Grundlage für kritische Fragen zur sozialen Marktwirtschaft, für alternative Konzepte wie die Gemeinwohlökonomie und die Beschäftigung mit unterschiedlichen ökonomischen Theorieansätze gelegt.

Der DGB-Bezirk Baden-Württemberg hatte sich im Rahmen der Bildungsplanreform 2016 dafür eingesetzt, eine umfassende sozio-ökonomische Bildung und eine breit angelegte Berufs- und Studienorientierung in den neuen Bildungsplänen zu verankern. Der DGB war im Beirat zur Bildungsplanreform vertreten und hatte ein umfassendes Gutachten zu den Entwürfen der Bildungspläne in Auftrag gegeben. Darüber hinaus drang der DGB-Bezirk auf einen verbindlichen Verhaltenskodex, der die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern regelt. Dieser Code of Conduct wurde am 23. November 2015 unterzeichnet und verpflichtet alle Bildungspartner zu Transparenz, Neutralität und Ausgewogenheit.

Mit Böckler-Schule stellt die Hans-Böckler-Stiftung Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen zur Verfügung, etwa zu Crowdworkern, Industrie 4.0 und dem Mindestlohn. Ergänzt wird das Angebot durch umfassende Themenhefte zur Mitbestimmung, Sozialen Sicherung, Finanzkrise und Globalisierung. Aktuelle Grafiken für den Unterricht liefert monatlich Böckler-Impuls. Alle Materialien stehen kostenlos zum Download zur Verfügung oder können bestellt werden.

 

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