Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52 - 27.09.2018

Die 41-Stunden-Woche für Beamte hat ausgedient

Frenzer-Wolf: Arbeitszeitreduzierung darf nicht zu geringeren Entgeltsteigerungen führen

Die Gestaltung der Arbeitszeit ist für viele Beschäftigte eine der zentralen Fragen in ihrem Arbeitsalltag. Um die Frage der Arbeitszeit für die Beamtinnen und Beamten im Land zu diskutieren, haben der DGB Baden-Württemberg und seine Mitgliedsgewerkschaften für den öffentlichen Dienst bereits im Frühjahr Gespräche mit dem Staatsministerium vereinbart. Das erste Gespräch hat am heutigen Donnerstag stattgefunden. Das Anliegen des DGB und der Gewerkschaften ist, innovative Konzepte für die Arbeitszeitgestaltung der Beamtinnen und Beamten des Landes durchzusetzen.

„Die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten ist in aller Munde. Für den DGB ist jedoch eines klar: Flexibilität darf niemals einseitig zu Lasten der Beschäftigten gehen“, sagte Gabriele Frenzer-Wolf, die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende. „Die 41-Stunden-Woche hat ausgedient. Es ist überfällig, die Wochenarbeitszeit der Beamtinnen und Beamten zu reduzieren und sie an das Niveau der Tarifbeschäftigten von 39,5 Wochenstunden anzugleichen. Heute, wo es dem Land Baden-Württemberg so gut geht wie niemals zuvor, ist es höchste Zeit, die Ungleichbehandlung der Beamtinnen und Beamten zu beenden.“

 

Mit der nächsten Besoldungsrunde im kommenden Frühjahr sollte die Absenkung der Wochenarbeitszeit endlich umgesetzt werden. Frenzer-Wolf: „Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass weniger Arbeitszeit mit geringeren Einkommenssteigerungen kompensiert werden darf.“

 

 

 

 

Hintergrund

Baden-Württemberg ist eines von zwei Bundesländern, welches neben dem Bund noch an einer 41-Stunden-Woche für seine Beamtinnen und Beamten festhält. Alle anderen Länder sind mittlerweile von der überlangen Arbeitszeit abgerückt oder haben Arbeitszeitreduktionen von einer bestimmten Altersgrenze an eingeführt. Eine Sonderauswertung des DGB Index „Gute Arbeit“ hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten im öffentlichen Dienst eine deutliche Arbeitsverdichtung wahrnimmt. Zunehmender Termindruck und gleichzeitig mehr zu bearbeitende Vorgänge schaffen Arbeitsbedingungen, die langfristige Folgen haben. Mehr als 40 Prozent der Befragten schätzen, dass sie unter den aktuellen Bedingungen nicht das reguläre Renten- oder Pensionsalter erreichen.

 

Ansprechpartner:

Dominik Gaugler, Abteilungsleiter öffentlicher Dienst und Beamte

(dominik.gaugler@dgb.de oder mobil 0151 533331553)

 

 

 


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