Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 27 - 20.06.2018
DGB kritisiert Evaluationsprozess

Bildungszeit ausbauen, Beschäftigte fit machen

Landesregierung sollte ein klares Bekenntnis zu Bildungszeit abgeben

Der neueste Zwischenstand bei der Evaluierung des Bildungszeitgesetzes, der durch die Initiative der SPD-Fraktion bekannt wurde, zeigt nach Ansicht des DGB Baden-Württemberg, dass der ganze Prozess fehlgesteuert ist. „Anstatt sich hinter einer fragwürdigen Evaluation zu verstecken, sollte die Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Bildungszeit abgeben“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann. „Wir sehen uns in unserer Kritik an der Vorgehensweise des vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium beauftragten Institutes bestätigt. Dieses hat weiterhin mit manipulativen und unvollständigen Fragebögen gearbeitet. Wir hatten das Ministerium aufgefordert, die Befragung zu stoppen und unsere lange Liste von Kritikpunkten an den Fragebögen aufzunehmen. Korrigiert wurde einzig eine Antwortmöglichkeit, die auf eine nie existente Homepage hingewiesen hatte.“

Angesichts des tiefgreifenden Wandels in der Arbeitswelt, der enormen Herausforderungen, die etwa die Digitalisierung und die Elektromobilität an die Beschäftigten stellen, sollte Grün-Schwarz die Möglichkeiten zur Weiterbildung dringend ausbauen anstatt das Bildungszeitgesetz zu beschneiden. Kunzmann weiter: „Der DGB wartet dringend auf Vorschläge aus dem Wirtschaftsministerium, wie für alle Beschäftigten nutzbare Modelle zur Weiterbildung und Qualifizierung aussehen könnten. Punktuelle Förderungen reichen nicht aus. Um die Beschäftigten fit zu machen für die neuen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt, brauchen wir eindeutig mehr Bildungszeit anstatt weniger. Die Beschäftigten sollten ermutigt werden, ihre Rechte wahrzunehmen. Hierfür sollten die formalen Hürden gesenkt werden. Was wir brauchen ist eine Informationskampagne des Landes zur Bildungsfreistellung – und keine Rolle rückwärts!“

 


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