Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 38 - 25.07.2018

Betriebe sollten sich stärker um Nachwuchs bemühen

Ausbildungsticket könnte vielen Jugendlichen den Weg frei machen zu ihrem Traumberuf

Wie die Bundesagentur für Arbeit heute kommuniziert hat, suchen landesweit aktuell 28.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, gleichzeitig sind noch 33.000 Ausbildungsplätze zu vergeben. 

Die DGB-Jugend fordert die Betriebe auf, sich stärker um Nachwuchskräfte zu bemühen. „Damit die jungen Menschen einen passenden Ausbildungsberuf finden, müssen auch die Rahmenbedingungen besser werden“, sagte Anja Lange, Jugendbildungsreferentin beim DGB Baden-Württemberg. Die Ausbildungsvergütungen sind viel zu niedrig, um sich eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer zu leisten. Deshalb wohnen in Baden-Württemberg fast drei von vier Azubis noch zuhause. Die Hälfte aller Azubis ist zudem auf finanzielle Unterstützung durch die Familie oder auf staatliche Leistungen, zum Beispiel Wohngeld oder Berufsausbildungsbeihilfe, angewiesen.

Lange: „Mit dem Wohnort der Eltern ist auch der Radius für die Ausbildungsplatzsuche vorbestimmt. Zudem sind zwei Drittel der Azubis auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um zur Berufsschule und zum Ausbildungsplatz zu kommen. Eine einfache Fahrt dauert im Durchschnitt etwa 30 Minuten. Das kostet viel Geld, insbesondere wenn man mehrere Verkehrsverbünde nutzen muss. Die Kosten trägt in aller Regel der oder die Auszubildende allein. Außer für die Fahrten zur Berufsschule kann er oder sie keine staatliche finanzielle Förderung beantragen.“ 

Die DGB-Jugend in Baden-Württemberg fordert daher von der Landesregierung die Einführung eines kostenfreien Mobilitätstickets für Azubis wie auch für Studierende, denn bei beiden Gruppen besteht ein Förderungsbedarf. Zur Finanzierung eines solchen Azubitickets sollten alle Unternehmen herangezogen werden, auch diejenigen, die selbst nicht ausbilden, aber selbstverständlich auch von den ausgebildeten Fachkräften profitieren. „Ein solches Ausbildungsticket könnte vielen Jugendlichen den Weg frei machen zu ihrem Traumberuf“, argumentiert Lange.

 

Ansprechpartnerin:

Anja Lange, Jugendbildungsreferentin (anja.lange@dgb.de, oder 0160 2242744)

 


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