Deutscher Gewerkschaftsbund

24.04.2017

DGB dankt für 25 Jahre Forum Soziale Technikgestaltung

Mehr als 25 Jahre jung und noch immer leidenschaftlich aktiv für die Humanisierung der Arbeitswelten, so konnte sich das ehrenamtliche Personennetzwerk Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg bei seiner Jubiläumsfeier am 25. April 2017 im Willi-Bleicher-Haus darstellen. Inzwischen wirken mehr als 3.350 Frauen und Männer aus Betriebs- und Personalräten, aus dem Kreis der Vertrauensleute und Beschäftigten, aus der Lebenswelt der Selbstständigen und Erwerbssuchenden in dem Netzwerk mit.

Das ehrenamtliche Personennetzwerk wurde am 7. Oktober 1991 im Gewerkschaftshaus gegründet. An der Auftaktveranstaltung nahmen damals 120 Kolleginnen und Kollegen verschiedener Gewerkschaften teil. Die Gründung kam auf Initiative von Welf Schröter zustande, der das Netzwerk seitdem leitet. Die Gründung wurde vom damaligen DGB-Landesvorsitzenden Siegfried Pommerenke, vom damaligen IG Metall-Bezirksleiter Walter Riester, vom damaligen GEW-Landesvorsitzenden Rainer Dahlem und von der damaligen ÖTV-Vorsitzenden Monika Wulf-Mathies unterstützt. Das Forum arbeitete und arbeitet immer mit vielen Mitgliedsgewerkschaften zusammen: IG Metall, ver.di, IG BCE, GEW, NGG, GdP, EVG und IG BAU.

Das Forum Soziale Technikgestaltung versteht sich als Baustein des Wissens- und Erfahrungstransfers für die Vermittlung von Orientierungswissen. Das FST will in moderierten Prozessen komplexes technisches Fachwissen in die Lebenswelt des arbeitenden Menschen „übersetzen“ und will umgekehrt erfahrungsgeprägte Gestaltungsanforderungen aus der Arbeitswelt selbstbewusst in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung hinübertragen.

Von Juni 2016 bis Ende Mai 2017 organisierte das FST eine ganze Reihe dezentraler Veranstaltungen anlässlich seines besonderen Geburtstages. Mit seiner Jubiläumsrede unterstrich der Vorsitzende des DGB-Bezirk Baden-Württemberg Martin Kunzmann die Bedeutung sozialer Technikgestaltung heute: "Die durch die beschleunigte Digitalisierung sich verändernde Arbeitswelt braucht nicht weniger, sondern mehr soziale Leitplanken, mehr soziale Rechte, mehr soziale Standards. Wir benötigen mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir sehen als Gewerkschaften die Chancen neuer Technologien. Wir sind zur Gestaltung des Wandels bereit. Gestaltung heißt dabei, dass sich die Akteure auf gleicher Augenhöhe begegnen."

Martin Kunzmann und die stellvertretende Vorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf sprachen dem Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung ihren Dank aus: "Wir möchten dir im Namen des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften wie auch zahlloser engagierter Menschen einmal Dank sagen für deine Arbeit. Du hast für gewerkschaftliche Arbeit viel geleistet und viel erreicht. Nimm unseren herzlichen Dank dafür entgegen. Danken möchte ich zugleich jenen vielen Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil seit Jahren im FST aktiv sind und sich für unsere gemeinsame Sache einsetzen: Für die Selbstbestimmung des Menschen und für die Würde der Arbeit."

Begeisterung löste im Anschluss die Übergabe eines digitalen Sticks in Gestalt eines symbolischen Goldbarrens aus der Goldstadt Pforzheim aus, wo Martin Kunzmann bis vor Kurzem an der Spitze der dortigen IG Metall stand. Welf Schröter dankte seinerseits für die Würdigung. Zugleich bedankte er sich bei all jenen zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Mitarbeit im Forum dessen Erfolg der vergangenen Jahre erst möglich gemacht haben.

 

25 Jahre FST

DGB/S. Strauß


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