Deutscher Gewerkschaftsbund

18.08.2011

Mobbing-Telefone in Baden-Württemberg

Das Mobbing-Netzwerk Baden-Württemberg

Seit über 10 Jahren gibt es regionale Initiativen, die Mobbing-Betroffenen Beratung und Begleitung anbieten. Viele dieser regionalen Mobbing-Telefone werden von DGB und seinen Gewerkschaften sowie den arbeitsweltbezogenen Diensten der evangelischen und katholischen Kirche getragen oder unterstützt. Sie arbeiten hauptsächlich mit einem Stamm von ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Beratern.

Die Mehrzahl dieser regionalen Mobbing-Telefone hat sich dem Mobbing-Netzwerk Baden-Württemberg angeschlossen und berät sowohl unter eigener Telefonnummer als auch unter der Nummer der Mobbing-Hotline Baden-Württemberg (ab August 2013 Konflikt-Hotline) Ratsuchende bei Konflikten und Mobbing am Arbeitsplatz.

Trägerin der Konflikt-Hotline sind die RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH Stuttgart. Dem Beratungsnetzwerk gehören im Moment ca. 40 Beraterinnen und Berater an. Dieser Kreis wächst ständig. Die ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Berater kommen aus verschiedenen Berufsgruppen und sind fortgebildet in konstruktiver Gesprächsführung. Ein regelmäßig stattfindender Erfahrungsaustausch, Fallbesprechungen und Supervision garantieren die Beratungsqualität.

Flyer der Mobbing-Hotline

Landtagsanfrage zur Arbeit der Mobbing-Hotline Baden-Württemberg (12.08.2013)

 
 
19.08.2013
Bundesweite Hilfe für Unternehmen aus Stuttgart: die Konflikthotline e. V.

Am 21. August 2013 wird in den Räumen der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH die „Konflikthotline e. V.“ gegründet. Der Verein ist ein Resultat der Auswertung der 6-jährigen Hotline-Arbeit, die bisher in der Stiftung „Prävention und Rehabilitation  - Handeln statt behandeln“ beheimatet war.

„Die ursprüngliche Bezeichnung „Mobbing-Hotline Baden-Württemberg“  gab Anlass zu Missverständnissen, Irrtümern und Fehlinterpretationen, wie die, wonach die Hotline nur ein Angebot für die Arbeitnehmer sei“, erklärt Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg. „Die Konflikt-Hotline biete Erwerbstätigen bundesweit die Möglichkeit an, sich bei Konflikten am Arbeitsplatz einen qualifizierten Rat von einer neutralen Beratungsstelle einzuholen“.

Die Anrufer –ähnlich dem bekannten Seelsorgetelefon – können anonym anrufen und ihre Probleme schildern. Die geschulten Mitarbeiter beraten Betroffene und geben Auskunft über eventuell notwendige Schritte (in medizinischer, psychologischer, familiärer oder arbeitsimmanenter Hinsicht).

„In vielen Großunternehmen gibt es ein funktionierendes betriebliches Gesundheitsmanagement. Jedoch kleinen und mittelständischen Firmen fehlt es in der Regel an finanziellen und personellen Möglichkeiten für eine adäquate betriebliche Gesundheitsförderung“, so die Geschäftsführerin. „Die Konflikt-Hotline versteht sich einerseits als neutrale Anlaufstelle für Erwerbstätige, die – aus persönlichen Gründen – in ihrem Unternehmen zuerst unerkannt bleiben wollen, andererseits als Unterstützung von Klein- und mittelständischen Betrieben in Fragen der Prävention von psychischen Belastungen.“

Psychische Erkrankungen sind ein häufiger Grund für Fehlzeiten. Studien zufolge sind zehn Prozent aller Fehltage darauf zurückzuführen. Davon betroffen sind Erwerbstätige in allen Altersgruppen mit der Folge, dass Unternehmen hierdurch auch wirtschaftliche Verluste erleiden können. Deswegen nehmen die Notwendigkeit und die Bedeutung einer passenden Prävention und Förderung der psychischen Gesundheit zu. Zwischenmenschliche Konflikte entstehen da, wo Menschen zusammen kommen und viel Zeit miteinander verbringen, wie z. B. am Arbeitsplatz. Psychische Gesundheitsförderung muss genau dort, nämlich am Ort der Entstehung ansetzten, gleichzeitig jedoch die noch vorhandenen Ängste vor gesellschaftlicher Stigmatisierung und beruflicher Ausgrenzung wegen psychischer Erkrankungen miteinbeziehen.

Gründungsmitglieder sind neben den RehaZentren Baden-Württemberg die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, die AOK Baden-Württemberg, der Landesverband der Betriebskrankenkassen Baden-Württemberg, die Betriebsseelsorge, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und der DGB BW. Auch das Ministerium für Arbeit und Soziales zählt zu den weiteren Mitgliedern.

Die Gründung der Konflikt-Hotline findet am 21. August um 15:00 Uhr in den Räumen der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH, Wilhelmsplatz 11 in Stuttgart. Um 15:30 Uhr hält Dr. Werner Geigges und Edith Schellhammer einen Vortrag über die bisherigen Erfahrungen der Hot-Line und ihre Weiterentwicklung.

Die RehaZentren Baden-Württemberg sind 2007 aus dem Zusammenschluss der neun Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg an den Standorten Heidelberg, Baden-Baden, Nordrach, Glottertal, Malsburg-Marzell, Donaueschingen, Isny, Bad Mergentheim und Bad Kissingen entstanden.

http://www.rehazentren-bw.de/presse/pressemitteilungen/einzelansicht.html?tx_ttnews[tt_news]=319&cHash=3252923c1be9868bfb1c3c42ec43cfa7

 

 

11.12.2013

Die Konflikthotline Baden-Württemberg e. V. nimmt ihre Arbeit auf

In der Sitzung vom 11. Dezember hat die im August ins Leben gerufene Konflikthotline Baden-Württemberg e. V. zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates Nikolaus Landgraf (vom DGB) und zur Vorstandsvorsitzenden Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH, einstimmig gewählt.

Den Verwaltungsrat bilden folgende Mitglieder: Nikolaus Landgraf, Joachim Kienzle (DRV Baden-Württemberg) Peter Biler (DRV Baden-Württemberg), Prof. Cornelia Albani (für ZfP Südwürttemberg), Dr. Gerhard Bort (Sozialministerium), Klaus-Peter Spohn-Logé (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt), Wolfgang Beinhofer (BKK Landesverband), Sabine Drexler (AOK Baden-Württemberg), Alexandra Theiler (Unfallkasse Baden-Württemberg) und Martin Zahner (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt).

Ziel der Hotline ist es, Präventionsarbeit zu leisten und Konflikte am Arbeitsplatz zu reduzieren bzw. Betroffenen eine neutrale, fachkundige Hilfe zu bieten. Wie beim Seelsorgetelefon können Hilfe-Suchende anonym anrufen und ihre Probleme schildern. Die geschulten Mitarbeiter beraten die Anrufer und geben Auskunft über eventuell notwendige Schritte (in medizinischer, psychologischer, familiärer oder arbeitsimmanenter Hinsicht). Ungelöste, langanhaltende Konflikte sind häufig der Grund für Fehlzeiten in Unternehmen und können zu psychischen Erkrankungen führen. Davon betroffen sind Erwerbstätige in allen Altersgruppen.

Das Team der Konflikthotline Baden-Württemberg ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 Uhr stets unter der Rufnummer 0180 – 26 62 24 64 zu erreichen. Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 6 Cent.

Die RehaZentren Baden-Württemberg sind 2007 aus dem Zusammenschluss der acht Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg an den Standorten Heidelberg, Baden-Baden, Nordrach, Glottertal, Malsburg-Marzell, Donaueschingen, Isny, Bad Mergentheim und Bad Kissingen entstanden.

Kontakt: RehaZentren Baden-Württemberg:
Pressestelle/Glorianna Bisognin-Nechwatal – PR-Referentin - Tel.: 0711 – 6994 639-20, presse@rehazentren-bw.de

http://www.rehazentren-bw.de/presse/pressemitteilungen/einzelansicht.html?tx_ttnews[tt_news]=343&cHash=eaaac6ef66d7574d872e8adc487938b3

 

Konflikt-Hotline BADEN-WÜRTTEMBERG
Tel.  0180 266 224 64 (Montag bis Freitag, von 8.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends)
Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 6 Cent.

http://www.mobbing-hotline-bw.de/index.php

Was können Sie erwarten:
Raum zur Darstellung des Problems, eine erste Einschätzung der vorgetragenen Konfliktsituation, Hinweise für das weitere Vorgehen sowie auf Wunsch Adressen von regionalen Beratern, Therapeuten und anderen Experten. Ein Anruf kostet 6 Cent aus dem deutschen Festnetz.

Träger der Konflikt-Hotline BW
Die Mobbing-Hotline BW ist eine Einrichtung der Stiftung "Prävention und Rehabilitation - Handeln statt Behandeln". Träger der Stiftung sind die Reha-Zentren Baden Württemberg gGmbH der Deutschen Rentenversicherung Baden Württemberg.

Die Konflikt-Hotline BW wird finanziert von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, dem Sozialministerium Baden-Württemberg, den Kirchlichen Diensten in der Arbeitswelt der Evangelischen Landeskirche in Baden, dem DGB-Bezirk Baden-Württemberg und der Unfallkasse Baden-Württemberg.

Informationen zum Thema Mobbing

Weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten erhalten Sie bei:
info@mobbing-hotline-bw.de oder auf www.mobbing-hotline-bw.de

Mobbing-Telefone von DGB und Kirchen:

Freiburg:

Mobbing-Beratungstelefon Freiburg
(KDA, DGB & KAB)
Dienstag u. Donnerstag von 17.00 - 19.00 Uhr
Tel.: 0761 / 2 92 800 99

Gaggenau:
Mobbing-Beratungstelefon
Montag u. Donnerstag 17.00-19.00 Uhr
(IGM, KDA, & KAB)
Telefon: 0 72 25 / 96 87 96

Heilbronn:
Mobbing-Telefon Heilbronn
(DGB, KDA, & Kath.Betriebsseelsorge)
Montag 17.00 - 19.00 Uhr
Gartenstr. 64
74072 Heilbronn
Telefon: 07131 / 8 88 80 16

Mannheim:
Mobbing-Telefon- Mannheim
(DGB & KDA)
Telefon: 0621 / 1 56 17 17
(Di. und Do. 15:00 - 17:00 Uhr)

Ravensburg:
Kath. Betriebsseelsorge Ravensburg
Werner Langenbacher
Schussenstraße 5
88212 Ravensburg
Telefon: 0751 / 2 10 40
Telefax: 0751 / 2 10 55
E-mail: ravensburg@betriebsseelsorge.de
www.ravensburg.betriebsseelsorge.de

Stuttgart:
Mobbingtelefon - Region Stuttgart
Dienstag u. Donnerstag 17.00-19.00 Uhr
(DGB, Ev. & Kath. Betriebsseelsorge in der Region Stuttgart)
Tel. 0180 - 26 62 24 64 (ein Anruf kostet 6 Cent aus dem deutschen Festnetz)

 


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