Deutscher Gewerkschaftsbund

14.05.2014
Pressemeldung der DGB-Region Südbaden

Stärkung der Weiterbildung dringend erforderlich

 

Bildungszeit

Cyperrek

Mehr wie ein offenes Ohr für ihre Forderung nach 5 Tagen Bildungszeit fanden die Vertreter des DGB Kreis Lörrach beim SPD-Landtagsabgeordneten und Justizminister Rainer Stickelberger. „ Das kommt noch in dieser Legislaturperiode“, versicherte er dem DGB-Regionsvertreter für Südbaden Jan Wieczorek und dem DGB-Kreisvorstandsmitglied Klaus Keßner.

Bei einem Gespräch in Lörrach stellten Wieczorek und Keßner dem Abgeordneten die aktuelle DGB-Kampagne „Gib mir 5“ vor. Unter diesem Motto fordert der DGB eine gesetzlich geregelte Freistellung für eine Bildungszeit von fünf Tagen pro Jahr für politische, allgemeine und berufliche Bildung sowie zur Qualifizierung für Ehrenämter. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dual Studierende, Auszubildende und Beamte sollen Anspruch auf diese Bildungszeit haben. Während die Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden sollen, Beschäftigte für diese fünf Tage freizustellen und den Lohn in dieser Zeit weiter zu bezahlen, sollen die Beschäftigten für die Kosten der Weiterbildung selber aufkommen. „Alle Bundesländer bis auf Bayern, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg haben bereits entsprechende gesetzliche Regelungen und haben damit in der Praxis entgegen der Befürchtungen von Arbeitgeberseite  gute Erfahrungen gemacht“, betonen die DGB-Vertreter.

„Die Bildungszeit ist eine Investition, die auch der Arbeitgeberseite zu Gute kommt“, ist auch Stickelberger überzeugt. Zum einen werde lebenslanges Lernen immer mehr zu einer Voraussetzung im Berufsleben, zum anderen “erhoffen wir von einem solchen Gesetz, dass gerade bildungsferne Gruppen  stärker für die berufliche Weiterbildung mobilisiert werden. Gerade sie sind eine wichtige Zielgruppe für die Fachkräftesicherung, “ so der Abgeordnete.  Bereits im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen sei ein solches Gesetz vereinbart  worden;  das zuständige  Sozialministerium unter der SPD-Ministerin Katrin Altpeter sei dabei einen Referentenwurf vorzubereiten, so dass das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden könne. „Meine volle Unterstützung und die der SPD-Landtagsfraktion haben Sie“, so Stickelberger.

LINK SPD: http://www.stickelberger.de/index.php?nr=79192&menu=1


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