Deutscher Gewerkschaftsbund

31.07.2012

Vier Motoren für Europa

Die Bezeichnung "Vier Motoren für Europa" steht für eine multilaterale Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Bundesland Baden-Württemberg, der spanischen Autonomen Gemeinschaft Katalonien, der italienischen Region Lombardei und der französischen Region Rhône-Alpes. Das Partnerschaftsabkommen zwischen den vier Regionen wurde am 9. September 1988 unterzeichnet. Seit 1990 nehmen auch die kanadische Provinz Ontario und die britische Region Wales punktuell an den Aktivitäten der Vier Motoren teil. Die Kooperationsgemeinschaft besitzt keine eigenständigen institutionellen Strukturen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Vergrößerung des politischen Einflusses der vier Regionen innerhalb der Europäischen Union.

Vier Motoren für Europa

LpB BW

Die vier Regionen gehören jeweils unterschiedlichen Mitgliedstaaten der EU an und besitzen keinen gemeinsamen Grenzverlauf. In ihren Nationalstaaten gehören die Regionen zu den ökonomischen Spitzenreitern. Jedoch variiert ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im interregionalen Vergleich. Seit ihrer Gründung entwickeln sich neben der transnationalen Kooperation zwischen regionalen Regierungen Formen transsektoraler Kooperation zwischen Akteuren aus den Regionen.

[Beschreibung: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier_Motoren_f%C3%BCr_Europa]

Im Juli 2012 hat Baden-Württemberg turnusgemäß die Präsidentschaft der Vier Motoren für ein Jahr übernommen. 

Weitere Informationen: http://www.4motors.eu/?lang=de

Die Gewerkschaften dieser vier Regionen tauschen sich im Rahmen dieser Initiative regelmäßig aus, um – ähnlich wie die Interregionalen Gewerkschaftsräte – die Regionen als gewerkschaftliche Handlungsebene aufzuwerten. 

Einer der Schwerpunkte im Arbeitsprogramm 2012/13 der Vier Motoren ist die berufliche Bildung und der internationale Austausch von Auszubildenden. Des Weiteren werden die Vier-Motoren-Gewerkschaften eine Konferenz abhalten, um über die Auswirkungen der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den internationalen Austausch von Arbeitskräften zu diskutieren.

Arbeitsprogramm 2012/13:
http://www.baden-wuerttemberg.de/fm7/1899/Arbeitsprogramm_deutsch.pdf

 


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Die Energiewende wird nur ein Jobmotor, wenn alle Beteiligten darauf hinarbeiten
Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller und der DGB-Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf haben in Stuttgart die erste Studie zum Einfluss der Energiewende auf den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg vorgestellt. Zur Pressemeldung
Datei
DGB-Geschäftsbericht 2013 - 2016
Anlässlich der a.o. Bezirkskonferenz hat der DGB Baden-Württemberg einen Geschäftsbericht für die Jahre 2013 – 2016 erstellt, in dem die Arbeit der vergangenen knapp dreieinhalb Jahre wiedergegeben ist. weiterlesen …
Artikel
Netzwerk "Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt" gegründet
Impulse für gesellschaftliche Initiativen zur humanen Gestaltung der Digitalisierung will das Netzwerk „Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt“ geben, das sich am 13. Juli 2017 in Stuttgart gegründet hat. Technik soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Digitalisierung soll den sozialen Zusammenhalt stärken und ihn nicht verringern. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten