Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 45 - 31.08.2021
Ausbildungsstart 2021

DGB wirbt für Ausbildung - Junge Menschen brauchen Perspektiven

Zum Start des Ausbildungsjahres 2021 ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) junge Menschen dazu auf, sich auch nach dem 1. September noch auf freie Ausbildungsplätze zu bewerben. Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg: „Eine duale Ausbildung ist ein guter Start in ein chancenreiches Berufsleben. Wer sich wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht für einen konkreten Beruf entscheiden konnte, kann dies jetzt noch nachholen.“ Die DGB-Jugend Baden-Württemberg hat eigens auf einer Webseite viele hilfreiche Informationen zusammengestellt.

An die Betriebe appellierte der DGB-Landesvorsitzende eindringlich, nicht an der Ausbildung zu sparen. Kunzmann weiter: „Schon vor der Pandemie haben die Arbeitgeber ihre Ausbildungsaktivitäten zurückgefahren, insbesondere in der für Baden-Württemberg so wichtigen Metall- und Elektroindustrie. Corona hat diesen Trend weiter verstärkt. Nachdem das Angebot an Ausbildungsstellen 2020 bereits um zehn Prozent gesunken war, ist in diesem Jahr ein weiterer Rückgang um etwa fünf Prozent zu verzeichnen. Das macht uns große Sorgen. In den kommenden Jahren werde sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt absehbar deutlich verschlechtern. Zu den jetzigen Ausbildungsinteressierten, die wegen der Corona-Krise mit einer Bewerbung gezögert haben, kommen die unversorgten Bewerber*innen und die Schulabgänger*innen der Jahrgänge 2022 und 2023 hinzu. Wenn nicht gegengesteuert wird, könnten sich die Perspektiven für junge Menschen stark eintrüben.“

Kunzmann erinnerte daran, dass die Wirtschaft mit mehr als 100 Milliarden Euro vom Staat unterstützt wurde. Deshalb erwartet der DGB, dass die Betriebe ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und in die Ausbildung investieren. „Ein Ausbildungsplatz verursacht überschaubare Kosten, die auch in der Pandemie zu stemmen sind. Und die Betriebe sichern sich den Fachkräftebedarf von morgen“, so der DGB-Landesvorsitzende.

Von der Landesregierung erwarten die Gewerkschaften, dass sie die im Koalitionsvertrag angekündigte Ausbildungsgarantie zum Ausbildungsjahr 2022 umsetzt. Die Prognosen von Fachleuten zeigten, dass sie dringend gebraucht werde.

 


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