Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 11.05.2012

Diskurs: Forum Soziale Technikgestaltung fordert Netzwelt heraus

Virtuelles Arbeiten soll neue Rahmenbedingungen bekommen

Die neue Welt des Überall-Arbeitens will das Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB-Bezirk zum Gegenstand eines breiten Diskurses unter dem Titel "SozialCharta Virtuelle Arbeit" (SOVIA) machen. Über soziale Rahmenbedingungen der neuen Freiheiten im Netz diskutieren 250 Frauen und Männer - Nerds, Cybernauten, Netznomaden aus den Industriebranchen Chemie und Metall, aus dem öffentlichen Dienst, aus Geschäftsleitungen und Forschungsabteilungen, aus Netzwerken und Communities.

"Wir wollen mit diesem Diskurs die Netzwelt herausfordern. Wir wollen die Begeisterung für modernste Technik mit den Belastungsgrenzen des Menschen konfrontieren", erläuterte Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung.

Neben den Themen Erreichbarkeit und Verfügbarkeit, Stress, Burnout und Crowd Sourcing geht es in der Debatte um das Entstehen virtueller Subjekte und deren Rolle in Geschäfts- und Arbeitsumgebungen. Welches virtuelle "Ich" entsteht durch Suchmaschinen, Social Media und Software-Agenten? Wie lässt sich die Autonomie der/des Einzelnen schützen?

Mit dem pluralistischen Diskurs um eine „SozialCharta Virtuelle Arbeit“ soll der Blick in eine nahe Zukunft der Arbeit geworfen werden. Dabei geht es um die Frage, was heute angestoßen werden sollte, damit morgen verbesserte humane und soziale Arbeitswelten in der Informations- und Wissensgesellschaft möglich werden. Deshalb befasst sich der Diskurs sowohl mit einer Vorausschau wie auch mit der Beschreibung dessen, was zukünftig sozial genannt wird.

Am Ende des auf zwei Jahre angelegten offenen Diskurses steht keine Musterlösung und keine Musterbetriebsvereinbarung. Es geht vielmehr um die Sammlung konsensfähiger Eckpunkte, die in betriebliche, tarifliche und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse eingebracht werden können. Der Diskurs will widersprüchliche Interessen von Berufstätigen aufgreifen, kontrovers beraten und Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Eingebracht werden Erfahrungen und Kenntnisse, die aus der ehrenamtlichen Arbeit des seit zwanzig Jahren aktiven Personennetzwerkes Forum Soziale Technikgestaltung gewonnen wurden.

Die Moderation des Diskurses, der sowohl im Netz wie bei örtlichen Veranstaltungen geführt wird, liegt in der Hand von Welf Schröter:
schroeter@talheimer.de


DGB-Pressestelle
Jürgen Klose


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