Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08 - 04.03.2020
Internationaler Frauentag am 8. März

Tarifverträge sind für Frauen besonders wertvoll

 

Höhere Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bessere Arbeitszeitregelungen: Tarifverträge setzen Standards für alle Beschäftigten. Für Frauen sind sie jedoch besonders wertvoll. Zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten klafft in Deutschland immer noch eine durchschnittliche Entgeltlücke von 21 Prozent. Dort, wo Tarifverträge gelten, ist diese Lücke um ganze zehn Prozentpunkte kleiner. „Deswegen macht der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Internationalen Frauentag am 8. März auf die besondere Bedeutung der Tarifbindung aufmerksam. Tarifverträge tragen ganz wesentlich zu mehr Entgeltgerechtigkeit bei“, sagt Gabriele Frenzer-Wolf, die stellvertretende Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg.

Für die 21-Prozent-Entgeltlücke gibt es viele Ursachen: Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig Teilzeit und in vergleichsweise schlecht bezahlten Berufen, sie haben seltener Führungspositionen inne und sie sind sehr häufig in kleinen und mittleren Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt. Darüber hinaus übernehmen sie nach wie vor den Großteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit. Frenzer-Wolf: „Vor allem jüngere Menschen verabschieden sich von der eingefahrenen Rollenverteilung. Darauf müssen sich auch die Arbeitgeber einstellen. Dazu gehört mehr Tarifbindung, vor allem in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Die Gewerkschaften verhandeln innovative Tarifverträge, die beiden Geschlechtern mehr Spielräume eröffnen. Diese guten Beispiele sollten Schule machen.“ In tarifgebundenen Betrieben gibt es häufiger Arbeitszeitmodelle, die Frauen und Männern die gleiche Teilhabe am Erwerbsleben ermöglichen – und einen Betriebsrat, der sich für deren Umsetzung stark macht. „Arbeitgeber, die über Fachkräftemangel klagen, können selbst gegensteuern: Mit Tarifverträgen schaffen sie bessere Arbeitsbedingungen - für Frauen und Männer“, resümiert Frenzer-Wolf.

Vor Ort begeht der DGB den Internationalen Frauentag unter dem Motto #fairgüten mit einer Reihe von Veranstaltungen, Infoständen, Lesungen und Filmvorführungen.


Nach oben

Kontakt Pressestelle

E-Mail-Kontakt:
info-bw@dgb.de

Pressesprecherin:
Andrea Gregor
fon   0711-2028-213
mob 0175-2924287
fax   0711-2028-250
andrea.gregor@dgb.de

Andrea Gregor

Andrea Gregor


Assistenz:
Benita Kaupe
fon  0711-2028-215
fax  0711-2028-250
benita.kaupe@dgb.de


Postanschrift:

DGB-Bezirk Baden-Württemberg
Pressestelle
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart