Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 59 - 06.12.2021

Appell der Mitte-Studie „politische Bildung als Daueraufgabe“ ernst nehmen!

Der DGB Baden-Württemberg fordert, den Appell der Mitte-Studie „politische Bildung als Daueraufgabe“ ernst zu nehmen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung erforscht alle zwei Jahre rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland. Die aktuelle Studie trägt den Titel „Die geforderte Mitte“. Der Titel beschreibt, welche gesellschaftlichen Aufgaben sich für die nächsten Jahre abzeichnen: Haltung zeigen, Position beziehen und dadurch die Demokratie stärken! 

Um diese Aufgaben anzugehen, betonen die Herausgeber*innen der Studie, dass politische Bildungsarbeit ein entscheidendes Instrument ist: „Demokratie muss man machen“. In diesem Zusammenhang sieht DGB-Landeschef Martin Kunzmann die Bildungszeit als wichtigen Faktor, um politische Bildungsarbeit in Baden-Württemberg umzusetzen. Beschäftigten muss über das Bildungszeitgesetz ein einfacher Zugang zu Seminaren der politischen Bildung möglich gemacht werden. „Politische Bildung ist kein Jugendthema. Erwachsene brauchen die Möglichkeit, sich politisch weiterzubilden. Wir müssen als Gesellschaft aktiv demokratiegefährdenden und rechtspopulistischen Einstellungen entgegen wirken“, so Kunzmann. Die Bildungszeit ist daher entscheidend, um Erwachsenen im Berufsalltag dafür Zeit einzuräumen. „Es sollte im Sinne der Landesregierung sein, über die Bildungszeit das gesellschaftliche Klima über die Beschäftigten auch in den Betrieben positiv zu beeinflussen“, positioniert sich Kunzmann weiter. 

Im Juli diesen Jahres wurde das Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg erneuert. Die Veränderungen kritisierte der DGB-Baden-Württemberg bereits. Annika Bohn, Abteilungsleiterin für Bildungspolitik beim DGB Baden-Württemberg, betont, dass die Änderungen des Bildungszeitgesetzes die Zugänge zu Bildungszeit nicht erleichtert haben und vielen Beschäftigten weiterhin nicht bekannt ist, dass sie einen Rechtsanspruch auf Bildungszeit haben. Umso wichtiger sei es nun, dass die Möglichkeit, Bildungszeit in Anspruch zu nehmen, besser kommuniziert wird und die geplante Werbekampagne der Landesregierung zur Bildungszeit viele Arbeitnehmer*innen erreicht. „Gerade Arbeitgeber*innen sehe ich in der Verantwortung, das gesellschaftliche Klima in Deutschland mitzugestalten, indem sie zum einen ihren Beschäftigten gesicherte Arbeitsplätze und eine Übernahme nach der Ausbildung geben. Zum anderen sollten sie es begrüßen, wenn die Bildungszeit für politische Weiterbildungen genutzt wird, denn letztlich zahlt sich das gesellschaftlich für uns alle aus“, sagte Bohn.
 

Ansprechpartnerin:
Annika Bohn, Abteilungsleiterin Bildungspolitik, (mobil: 0171 5676426 oder annika.bohn@dgb.de)

 


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