Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01 - 11.01.2021
Zumeldung zu dpa: „Wirtschaftsministerin warnt vor zu hohem Mindestlohn“

Der Mindestlohn muss zum Leben reichen

Zu der Warnung vor einem höheren gesetzlichen Mindestlohn von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut und Südwestmetall-Chef Porth sagte der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann:  „Der Mindestlohn hatte bisher nur positive Auswirkungen auf Einkommen und Beschäftigung. Doch von 9,50 Euro in der Stunde kann niemand anständig leben, geschweige denn, sich eine angemessene Rente erarbeiten. Wer arbeitet, muss auch von seiner Arbeit leben können. Der Mindestlohn muss auf zwölf Euro angehoben werden. Dann schützt er die Beschäftigten vor Armut. Für einen armutsfesten Mindestlohn gelten 60 Prozent des mittleren Einkommens bei Vollbeschäftigung als Maßstab. Das sind in Deutschland mindestens zwölf Euro die Stunde.“

Es sei falsch, die Corona-Pandemie zum Vorwand zu nehmen, den Mindestlohn nicht armutsfest zu machen. Kunzmann weiter: „Gerade in einer wirtschaftlich kritischen Phase ist es nötig, die Kaufkraft zu stärken und die Sozialversicherungen zu entlasten. Denn wer von seiner Arbeit leben kann, braucht keine Aufstockung und keine Grundsicherung im Alter.“

 


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