Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20 - 09.04.2019
Europäische Bürgerinitiative für bezahlbares Wohnen gestartet

DGB unterstützt „Housing for all“


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat heute gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und der aus Wien stammenden Initiatorin Karin Zauner-Lohmeyer die Europäische Bürgerinitiative „Housing for all“ in Berlin vorgestellt. Der DGB Baden-Württemberg unterstützt die Initiative ausdrücklich.

Dazu sagte der Landesvorsitzende Martin Kunzmann: „In vielen Städten Europas mangelt es an Wohnraum für Menschen, die ein niedriges oder durchschnittliches Einkommen haben. Aktuelle Angebotsmieten von zehn Euro und mehr pro Quadratmeter, wie sie in Stuttgart, Heilbronn, Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg und Ulm verlangt werden, sind für viele Beschäftigte nicht mehr zu schultern. Die Einkommen halten mit diesen astronomischen Preisen nicht mehr Schritt. Damit sich die Situation entspannt, müssen jedes Jahr 70.000 Wohnungen in Baden-Württemberg gebaut werden, davon zehn Prozent als Sozialwohnungen. Der soziale Wohnungsbau ist vielerorts auf Sparflamme gefahren worden. Der Bestand an Sozialwohnungen im Land verringert sich jedes Jahr um etwa 2.300 Einheiten, weil die Preisbindungen auslaufen und viel zu wenige neue Wohnungen hinzukommen. Der DGB sieht die Politik in der Pflicht, eine aktive Wohnungspolitik zu betreiben. Damit meinen wir ausdrücklich auch die Europäische Union. Ihre Sparpolitik und Wettbewerbsregeln erschweren seit Jahren Investitionen in bezahlbaren Wohnraum. Wir rufen zusammen mit unseren Bündnispartnern dazu auf, die Initiative ,Housing for all‘ zu unterstützen.“

Hintergrund:
Am 9.4. startet die Europäische Bürgerinitiative „Housing for all“ www.housingforall.eu in Deutschland. Der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt neben anderen europäischen Gewerkschaftsbünden, Mietervereinen und Partnerorganisationen die Europäische Bürgerinitiative. Diese fordert die EU-Kommission dazu auf, bessere rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für mehr soziales und bezahlbares Wohnen zu schaffen. Innerhalb eines Jahres werden eine Millionen Unterschriften benötigt, davon 72.000 aus Deutschland.

 


Nach oben

Kontakt Pressestelle

E-Mail-Kontakt:
info-bw@dgb.de

Pressesprecherin:
Andrea Gregor
fon   0711-2028-213
mob 0175-2924287
fax   0711-2028-250
andrea.gregor@dgb.de

Andrea Gregor

Andrea Gregor


Assistenz:
Benita Kaupe
fon  0711-2028-215
fax  0711-2028-250
benita.kaupe@dgb.de


Postanschrift:

DGB-Bezirk Baden-Württemberg
Pressestelle
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart