Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 50 - 10.10.2019

DGB appelliert an SWMH, in Qualitätsjournalismus zu investieren

Frenzer-Wolf: Wir erwarten, dass der Verlag zu seinen Beschäftigten steht

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg erwartet von der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), dass auch die hiesigen Regionalzeitungen von dem angekündigten Investitionsprogramm profitieren. Dazu sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf: „Schon seit Jahren setzt die SWMH den Rotstift bei den Regionalzeitungen an. Nun soll der nächste Aderlass in den Redaktionen folgen. Die Belegschaft der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ wird es voraussichtlich besonders hart treffen. Die Hiobsbotschaft wird in der offiziellen Mitteilung der SWMH geschickt versteckt. Doch die beste Digitalstrategie nützt nichts, wenn nicht in die Redaktionen investiert wird, die diese Strategie jeden Tag umsetzen sollen.“

Der DGB erwartet vom SWMH-Management einen fairen Umgang mit den Beschäftigten. „In Zeiten von Hass und Hetze in den sozialen Medien ist es besonders wichtig, unabhängigen Qualitätsjournalismus zu erhalten und zu fördern. Fundierte Informationen und gründlich recherchierte Analysen sind das beste Gegenmittel gegen fake news, interessengeleitete Informationen und als Journalismus getarnte PR“, so Frenzer-Wolf.

Darüber hinaus appellierte der DGB an die Landesregierung, sich für starke und vielfältige Medien im Südwesten einzusetzen. Er hatte bereits das in dem vom Staatsministerium veröffentlichten „Sachstandsbericht Medienlandschaft Baden-Württemberg“ gezeichnete Bild einer vielfältigen Medienlandschaft im Land als unzutreffend kritisiert. Der Konzentrationsprozess sei inzwischen bedenklich weit fortgeschritten. Frenzer-Wolf: „Das sollte auch die Landesregierung alarmieren. Der hiesige Medienstandort wird weiter geschwächt. Es ist überfällig, dass die bereits vor Jahren abgeschaffte bundesweite Pressestatistik in Form einer Medienstatistik wieder eingeführt wird. Dafür muss sich das Land jetzt einsetzen, damit die Eigentümerstrukturen transparent werden und sichtbar wird, wie wenige Redaktionen überhaupt noch hinter scheinbar selbstständigen Blättern stehen.“

 


Nach oben

Kontakt Pressestelle

E-Mail-Kontakt:
info-bw@dgb.de

Pressesprecherin:
Andrea Gregor
fon   0711-2028-213
mob 0175-2924287
fax   0711-2028-250
andrea.gregor@dgb.de

Andrea Gregor

Andrea Gregor


Assistenz:
Benita Kaupe
fon  0711-2028-215
fax  0711-2028-250
benita.kaupe@dgb.de


Postanschrift:

DGB-Bezirk Baden-Württemberg
Pressestelle
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart