Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13 - 07.03.2013
Internationaler Frauentag am 8. März

DGB fordert gute Arbeit auch für Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die amtliche Erwerbstätigenstatistik für Baden-Württemberg ausgewertet. Danach hatten 1,3 Millionen Männer in Baden-Württemberg im Jahr 2012 ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 2.000 Euro. Gleichzeitig verdienten nur 350.000 Frauen über 2.000 Euro im Monat. "In der obersten Einkommensklasse sind Männer viermal so stark vertreten wie Frauen", kritisierte die für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständige Referentin Bärbel Mauch.

Gleichzeitig sind Frauen den Zahlen des Statistischen Landesamts zufolge in der Gruppe der Erwerbstätigen mit Nettoeinkommen zwischen 700 und 1.100 Euro fast dreimal so stark vertreten wie Männer. 524.000 Frauen in Baden-Württemberg haben ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 700 und 1.100 Euro. Nur 183.000 Männer verdienen so wenig.

Zwar seien in Baden-Württemberg über 72 Prozent der Frauen erwerbstätig, lobte der DGB-Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf. "Die Kehrseite der Medaille" bestehe aber in der "Prekarität vieler dieser Beschäftigungsverhältnisse". Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen in Baden-Württemberg arbeitet nur in Teilzeit oder in Minijobs. Minijobs und Teilzeit werden häufig schlechter bezahlt als Vollzeitarbeitsplätze und bieten kaum Aufstiegschancen.

Mauch wies auch auf das hohe Armutsrisiko von Frauen in Baden-Württemberg hin. 18,5 Prozent der über 65jährigen Frauen seien von Altersarmut betroffen. Die nicht voll sozialversicherungspflichtigen Minijobs von heute würden die Altersarmut von morgen hervorrufen, meinte Mauch. Die baden-württembergischen Gewerkschaften machen sich daher ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl dafür stark, prekäre Arbeit stärker zurückzudrängen und Frauen voll in die Sozialversicherung einzubeziehen.

Um Frauen zu ermöglichen, zu guten Bedingungen voll berufstätig zu sein, fordert der DGB auch den schnellen Ausbau der Kinderbetreuung. Besonders in den Landkreisen, wo die Zahl der weiblichen Minijobberinnen fast ein Drittel aller weiblichen Berufstätigen ausmache, bestehe nach Meinung des DGB noch erheblicher Nachholbedarf.

DGB Pressestelle

 


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