Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13 - 18.03.2010

"Betriebsratsverseucht - Ja bitte!" Nikolaus Landgraf ruft zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf - "Betriebsräte sind ein Stück gelebter Demokratie"


Der DGB-Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf hat die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land aufgerufen, sich an den Betriebsratswahlen zu beteiligen, die von März bis Ende Mai stattfinden.

Der DGB-Landeschef nannte die Betriebsratswahlen „ein Stück gelebter Demokratie“. „Die Demokratie darf nicht am Werkstor oder am Baustellenzaun enden, sie muss auch in den Betrieben verwirklicht werden. Wirtschaftliche Macht braucht Gegenmacht. Deswegen hoffe ich, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen.“

Immer wieder versuchten Arbeitgeber, die Gründung von Betriebsräten zu verhindern. Dies spiegle sich auch im Unwort des Jahres 2009 - „betriebsratsverseucht“ – wider. Nikolaus Landgraf fragt: „In was für einer Gesellschaft leben wir denn, dass demokratische Rechte derart diffamiert werden? Die Antwort darauf kann nur sein: Jetzt erst recht! Sorgen wir dafür, dass der Betriebsratsvirus sich weiter verbreitet!“

Betriebsräte können in Betrieben mit mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gegründet werden. Der Arbeitgeber darf die Wahl nicht behindern. Bei der Gründung eines Betriebsrats oder bei Problemen hilft die zuständige Gewerkschaft.

Betriebsräte seien gerade in der Krise unverzichtbar, so Nikolaus Landgraf. Er erinnerte daran, dass Arbeitnehmern erst nach Anhörung des Betriebsrats gekündigt werden könne. Wenn krisenbedingt Teile der Belegschaft entlassen werden müssten, handle der Betriebsrat mit der Unternehmensleitung einen Sozialplan aus – ohne Betriebsrat gebe es keinen.

Weitere Informationen gibt es unter www.mitbestimmt.deund bei der für die jeweilige Branche zuständigen Gewerkschaft. Ersten Rat und Unterstützung gibt es bei der DGB-Hotline unter 0180 - 234 00 00 bundesweit zum Ortstarif: Montag bis Freitag von 07.00 - 20.00 Uhr und am Samstag von 09.00 - 16.00 Uhr.

DGB-Pressestelle
Jürgen Klose

 


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