Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02 - 01.02.2014

20. Ordentliche DGB-Bezirkskonferenz in Ludwigsburg wählt neues Führungsduo

Große Zustimmung für Landgraf und Frenzer-Wolf

 

Ministerpräsident Kretschmann: „Wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gehen Hand in Hand“

DGB fordert 5 bezahlte Tage Bildungszeit im Jahr

Konferenzentschließung unterstützt Bildungspläne für mehr Toleranz und sexuelle Vielfalt

 

Nikolaus Landgraf und Gabriele Frenzer-Wolf führen die nächsten vier Jahre den DGB-Bezirk Baden-Württemberg. Auf der 20. Ordentlichen DGB-Bezirkskonferenz am 1.2.2014 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg wählten die 100 Delegierten der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften Nikolaus Landgraf mit 95 Prozent der Stimmen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden. Bei seiner ersten Wahl vor vier Jahren waren es knapp 84 Prozent. Gabriele Frenzer-Wolf, die dieses Amt seit September kommissarisch bekleidete, wurde mit 93 Prozent (92 Ja, 7 Nein, 1 Enth.) zur stellvertretenden DGB-Bezirksvorsitzenden gewählt.

Auf der Konferenz mit vielen prominenten Gästen – unter Ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landtagspräsident Guido Wolf, die Spitzen der Landtagsfraktionen und der designierte DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann - gab der DGB den Startschuss für seine Kampagne für 5 bezahlte Tage Bildungszeit. Unter dem Motto „Gib mir 5!“ forderte die Konferenz in einer Resolurtion einstimmig, die Landesregierung müsse jetzt – wie in fast allen anderen Bundesländern – ein Gesetz mit Freistellungsansprüchen für allgemeine, politische und berufliche Bildung vorlegen. DGB-Landeschef Nikolaus Landgraf sagte: „Das ‚Feldgeschrei’ der Arbeitgeber gegen ein solches Gesetz ist nicht nachvollziehbar – schließlich ist die Wirtschaft in den anderen Bundesländern davon auch nicht zu Boden gegangen.“

Mit einem Initiativantrag unterstützte die Konferenz die Absicht der Landesregierung, in den Schulen mehr Toleranz für unterschiedliche sexuelle Lebensformen auf den Lehrplan zu setzen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann lobte das gute Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Landesregierung. In seinem  Grußwort sagte er u.a.: "Das öffentliche Ansehen der Gewerkschaften hat seit der Wirtschafts- und Finanzkrise zugenommen - die Krise hat gezeigt, was eine funktionierende Sozialpartnerschaft wert ist. Die Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg werden von der Politik, aber auch von den Sozialpartnern geschaffen. Eine florierende Wirtschaft ist nicht alles. Aber sie hilft bei der Fortsetzung einer erfolgreichen Tarifpolitik. Landesregierung und Gewerkschaften kämpfen gemeinsam dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen."

Die Konferenz wählte auch die künftigen vier Regionsgeschäftsführer des DGB: Jürgen Höfflin (Südbaden) mit 93 Ja-Stimmen, Peter Fischer (Südwürttemberg) mit 90, Bernhard Löffler (Nordwürttemberg) mit 88 und Lars Treusch (Nordbaden) mit 84 Ja-Stimmen.

Den 100 Delegierten lagen außerdem 98 Anträge zur Abstimmung vor.

Für den verhinderten DGB-Vorsitzenden Michael Sommer kam sein designierter Nachfolger Reiner Hoffmann an seinem ersten offiziellen Arbeitstag als neues Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands nach Ludwigsburg.

Info:
Die Begrüßung von Gabriele Frenzer-Wolf, die Rede von Nikolaus Landgraf, die Resolution zur Bildungszeit sowie den Initiativantrag für mehr Toleranz finden Sie auf der Konferenzseite unter https://bw.dgb.de/-/Fnn


DGB-Pressestelle
Jürgen Klose

 


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