Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15 - 31.03.2010

DGB zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen im März - DGB-Landeschef Landgraf: "Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente weiter nutzen!"

DGB-Landeschef Nikolaus Landgraf forderte angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen die Arbeitgeber auf, die Instrumente der Arbeitsagenturen weiter zu nutzen. „Kurzarbeit und Qualifizierung müssen weiterhin Vorrang vor Entlassungen haben“, forderte Landgraf. Dass im vergangenen Jahr ca. 72.000 Arbeitsplätze im Land durch Kurzarbeit gehalten werden konnten, zeige, dass dies das richtige Instrument auch für längere Durststrecken sei. Deshalb müsse die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit durch die Arbeitsagenturen auch im Jahre 2011 ermöglicht werden. Nach jetzigem Recht würde die Regelung Ende des Jahres auslaufen.

Trotz gesunkener Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat könne keine Entwarnung gegeben werden, so Landgraf. Selbst bei einem prognostizierten BIP-Wachstum von 1,5 Prozent im Land würden die meisten Experten mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen. Die Auswirkungen der Krise würden weiter Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen.

Im März ist zum zweiten Mal in Folge die Arbeitslosigkeit im Land gesunken. Die Quote lag, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, bei 5,4 Prozent. In Baden-Württemberg waren 300.192 Menschen als arbeitslos registriert, 7.846 weniger als im Vormonat.

Als „besorgniserregend“ bezeichnete der DGB-Landeschef die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Insbesondere in den Fertigungsberufen sei aufgrund des Konjunkturverlaufs die Zahl der Ausbildungsstellen für Schlosser und Mechaniker stark rückläufig (minus 15,1 Prozent). Der DGB-Landeschef appellierte an die Unternehmen, angesichts des mittelfristig drohenden Fachkräftemangels bei ihren Ausbildungsbemühungen auch in der Krise nicht nachzulassen und noch offene Ausbildungsstellen den Agenturen für Arbeit zu melden.

Die Landesregierung forderte Landgraf auf, mit zusätzlichen Deputaten die Unterrichtsversorgung an den Beruflichen Schulen zu sichern. Wie im vergangenen Jahr würden viele Bewerberinnen und Bewerber, die keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, in die vollzeitschulischen Angebote der Beruflichen Schulen ausweichen.


DGB-Pressestelle
Jürgen Klose


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