Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 80 - 20.11.2020

Wochenarbeitszeit für Beamt*innen muss wirksam gesenkt werden

Lebensarbeitszeitkonten sind ein Modell zur Arbeitszeitverkürzung

Die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten, wie sie von Vertretern aller demokratischen Parteien im Rahmen einer Podiumsdiskussion befürwortet wurde, ist auch für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg ein wichtiger Schritt hin zu einer geringeren Wochenarbeitszeit für die Beamt*innen, jedoch nicht der einzige. „Die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten muss zwingend mit einer für alle Beamt*innen wirksamen Absenkung der tatsächlichen Wochenarbeitszeit einhergehen“, betonte Martin Kunzmann, der Landesvorsitzende des DGB Baden-Württemberg. „Zudem muss die Nutzung dieser Konten immer freiwillig sein. Schon deshalb kann die von uns geforderte Angleichung der Wochenarbeitszeit von Beamt*innen an die der Tarifbeschäftigten nicht nur über Arbeitszeitkonten erfolgen.“ An einem personellen Aufbau im öffentlichen Dienst führe kein Weg vorbei, wenn das Arbeitssoll der Beamt*innen reduziert werde.

„Arbeitszeitsouveränität ist für Beschäftigte in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Dies zeigen verschiedene Beschäftigtenbefragungen deutlich. Lebensarbeitszeitkonten helfen, mehr Arbeitszeitsouveränität zu schaffen“, ergänzte Dominik Gaugler, Abteilungsleiter Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB Baden-Württemberg, „Wichtig ist es, dass bei der Ausgestaltung das Mehr an Flexibilität auch wirklich den Beschäftigten zu Gute kommt. Arbeitszeitkonten dürfen nicht zum Verschiebebahnhof von Dienstherren und öffentlichen Arbeitgebern werden, der dazu dient, Arbeitsüberlastung zu verschleiern und Beschäftigte zusätzlich zu benachteiligen. Deshalb kommt es bei der Ausgestaltung auch auf die Details an.“

Ansprechpartner:
Dominik Gaugler, Abteilungsleiter Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik (dominik.gaugler@dgb.de oder mobil  0151 53331553)

 


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