Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21 - 29.04.2010

Krise schlägt auf Ausbildungsmarkt durch

DGB fordert schnellen Ausbau der Beruflichen Schulen

Marion v. Wartenberg: „Ministerin Schick soll ein Sofortprogramm für Berufliche Schulen auflegen“


„Die Krise schlägt jetzt auf den Ausbildungsmarkt durch“, mit diesen Worten kommentierte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Marion v. Wartenberg die rückläufigen Ausbildungsplatzzahlen im Land. Das Angebot an Ausbildungsstellen ist gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hat sich dagegen um 1,3 Prozent erhöht. Die DGB-Vize forderte die Betriebe auf, „nicht durch kurzsichtiges Kostendenken die Zukunft junger Menschen und die Sicherung des Fachkräftebedarfs der Zukunft aufs Spiel zu setzen“.

Von der Landesregierung erwartet der DGB den schnellen Ausbau der Beruflichen Schulen, da immer mehr Jugendliche in schulische Ausbildungsgänge ausweichen müssen. „Kultusministerin Schick soll ein Sofortprogramm für die Beruflichen Schulen auflegen“, forderte v. Wartenberg. „Der DGB fordert von der Landesregierung die Einrichtung von zusätzlichen Klassen an den Beruflichen Gymnasien und den Berufskollegs sowie Maßnahmen gegen den Unterrichtsausfall an den Beruflichen Schulen.“

Nach Angaben des DGB sind zur Sicherung der Unterrichtsversorgung mindestens 1.180 zusätzliche Deputate erforderlich. Der DGB unterstützt die Forderung der GEW nach einem 5-Jahres-Programm mit jährlich 300 Neustellen zum Abbau des gesamten Unterrichtsdefizits.

Den von der SPD-Fraktion im Landtag eingebrachten Rechtsanspruch auf einen Platz am Beruflichen Gymnasium unterstützt der DGB. Knapp 30% der 27.000 zugangsberechtigten Bewerberinnen und Bewerber erhalten im kommenden Schuljahr keinen Platz an einem beruflichen Gymnasium, da nur ca. 20.000 Plätze zur Verfügung stehen.

Die DGB-Vize forderte die Kammern im Land auf, die ausbildungsbedingten Gebühren (Eintragungs- und Prüfungsgebühren) abzuschaffen, um zusätzliche Anreize für ausbildungsbereite Betriebe zu schaffen. Bestehende Programme wie der Ausbildungsbonus sollten ebenfalls genutzt werden.

DGB-Pressestelle
Jürgen Klose

 


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