Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 28.04.2011

Ein Energiemusterland Baden-Württemberg benötigt eine neue integrierte IT-Strategie - Forum Soziale Technikgestaltung spricht sich für einen offenen Technologie-Dialog aus


Nur mit Hilfe einer neuen IT-Strategie und einer neuen IT-Infrastrukturkonzeption kann Baden-Württemberg den Wandel zum Energiemusterland tatsächlich erreichen. Diese Auffassung vertritt der Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg, Welf Schröter: „Baden-Württemberg benötigt eine ganzheitliche IT-Strategie, um als ,Intelligentes Null-Emissionsland’ auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiger Industriestandort zu bleiben.“ Als Beitrag für eine solche Strategie hat das seit zwanzig Jahren tätige Personennetzwerk ein Thesenpapier vorgelegt, das Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Handwerk, Forschung und Gewerkschaften dazu einlädt, die Harmonisierung der elektronischen Netze im Land in Angriff zu nehmen.

Baden-Württemberg steht vor einem Umbruch im Hinblick auf seine Infrastrukturen. Es steht an die Elektronisierung und Digitalisierung des Stromnetzes (Electronic Energy) sowie die weitere Elektronisierung und Digitalisierung seiner öffentlichen Verwaltungen und Dienstleistungsangebote (Electronic Government). Ergänzt werden diese Prozesse durch die erforderliche breitbandige Erschließung der Ballungsräume und des ländlichen Raumes über Kabel, Glasfaser, LTE und ähnliche Lösungen für unter anderem kommende Cloud-Anwendungen. Doch es fehlt ein ganzheitliches IT-Konzept für das Land, das die wechselseitige Integration und Synergie dieser Infrastrukturen aufbereitet. Es fehlt eine öffentliche Diskussion und Partizipation bei der Gestaltung dieser Infrastrukturen.

Erforderlich ist eine Debatte über ein neues IT-Konzept 2020 für das Erreichen eines Status „Intelligentes Null-Emissionsland Baden-Württemberg“, das die genannten Infrastruktur-Faktoren zusammenführt und eine harmonisierte Gesamtstrategie hervorbringt. Der politische Neustart in Baden-Württemberg könnte in einem solchen beteiligungsorientierten Diskurs die Öffnung verhärteter Positionierungen ermöglichen. Die Chancen für Wirtschaft, Arbeit, Handwerk und Gesellschaft wären enorm und könnten eine neue Aufbruchstimmung erzeugen helfen.

Thesenpapier: www.forum-soziale-technikgestaltung.de

Kontakt: Welf Schröter, schroeter@talheimer.de


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