Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01 - 12.01.2023
Zumeldung DGB und IG BAU zu dpa: Prämie in Höhe von 6.000 Euro pro fertiggestellter Wohnung

6.000 Euro als Anreiz zum Wohnungsbau sind zu wenig

Sozialbindung sollte unbefristet gelten

Der DGB und die Gewerkschaft IG BAU begrüßen grundsätzlich den Ansatz des Landes, den sozialen Wohnungsbau mit Prämien für private Investoren zu fördern. Sie halten aber angesichts der dramatischen Lage auf dem Wohnungsmarkt weitergehende Maßnahmen für geboten.

Maren Diebel-Ebers, stellvertretende Vorsitzende DGB Baden-Württemberg: „Es ist gut, dass die Landesregierung aktiv wird, um den eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu lindern. 6.000 Euro für jede fertiggestellte Wohneinheit sind allerdings zu wenig. Die Prämie müsste deutlich höher sein. Zudem müssen die Bauherren verpflichtet werden, die geförderten Sozialwohnungen unbefristet kostengünstig zu vermieten.“

Andreas Harnack, Regionalleiter IG BAU Baden-Württemberg: „Prämien sind ein durchaus geeignetes Mittel, um den sozialen Wohnungsbau anzuschieben. Insofern ist es gut, dass die Landesregierung diesen Kurs einschlägt. Sinnvoll wäre es, die Höhe der Prämien an die Länge der Sozialbindung zu koppeln – wenn diese schon befristet ist. Prinzipiell sollte die Sozialbindung unbefristet gelten.“

Grundsätzlich halten DGB und IG BAU finanzielle Anreize für private Bauherren lediglich für die zweitbeste Lösung. „Wir sehen das Land weiterhin in der Verantwortung, selbst aktiv im sozialen Wohnungsbau zu werden. Jährlich müssen rund 10.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden, damit der Bestand nicht noch weiter absinkt“, fordern Maren Diebel-Ebers und Andreas Harnack. 


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