Deutscher Gewerkschaftsbund

21.11.2019

Nur eine Gesamtstrategie schützt Beschäftigte wirksam vor Gewalt

DGB und Beamtenbund fordern die Landeregierung auf, Vorfälle systematisch zu erfassen und geeignete Maßnahmen für den öffentlichen Dienst zu entwickeln

Sicherheit und Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind große Herausforderungen, die nur durch Anstrengung aller beteiligten Akteure gemeistert werden können. Es häufen sich Berichte von Übergriffen auf Kolleginnen und Kollegen, die im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt sind. In allererster Linie in der Pflicht sind aus Sicht des BBW - Beamtenbund Tarifunion und des Deutschen Gewerkschaftsbundes Baden-Württemberg die Dienstherren und öffentlichen Arbeitgeber. Aus diesem Grund haben sich beide Spitzenorganisationen erneut mit einem gemeinsamen Schreiben an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und den Innenminister Thomas Strobl gewandt und darauf gedrungen, diese Herausforderung gemeinsam und systematisch anzugehen. Denn es ist noch immer ein großes Problem, dass viele Übergriffe einfach hingenommen werden oder unbekannt bleiben mit zum Teil gravierenden Spätfolgen für die Betroffenen. Es braucht daher eine systematische Erfassung aller Vorfälle, um daraus wirksame und zielgerichtete Maßnahmen für die verschiedenen Bereiche des öffentlichen Dienstes zu erarbeiten. BBW und DGB sind der festen Überzeugung, dass nur so eine grundsätzliche Trendwende erreicht werden kann.

 

Martin Kunzmann und Kai Rosenberger unterzeichnen gemeinsam einen Brief

Martin Kunzmann, der Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg, und Kai Rosenberger, der Landesvorsitzende des Beamtenbundes, unterschreiben den gemeinsamen Brief beider Spitzenorganisationen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl. DGB/A. Gregor


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