Deutscher Gewerkschaftsbund

25.06.2018
DGB-Forum, 29. Juni 2018

Forum Eins

Humanisierung der Arbeit durch Hightech?


Die Digitalisierung verändert auch die Arbeit in der Industrie. Dabei eröffnen sich Spielräume für eine neue Welle der Humanisierung der Arbeit, die sich jedoch nicht von allein verwirklichen – Antrieb ist häufig eine weitere Rationalisierung der Produktionsprozesse. Wir wollen diskutieren, was in den Produktionshallen passiert und wie Betriebsräte gestaltend eingreifen können.

Referenten:
Matthias Martin Becker, Journalist
Dr. Raphael Menez, Projekt Arbeit + Innovation IGM BW
Patrik Huber, Fachsekretär IG BCE BW
Moderation: Julia Friedrich, DGB BW


Matthias Martin Becker
lebt in Berlin und arbeitet als freier Journalist für öffentlich-rechtliche Radio-sender, gelegentlich veröffentlicht er auch in Zeitschriften wie „Konkret“ oder der „Wochenzeitung“. Nach einigen Jahren als Hilfsarbeiter, Kraftfahrer und Pfleger machte er Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte danach Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaft, was er am Goldsmiths College der University of London abschloss.
Als Journalist beschäftigt sich Becker mit der Digitalisierung und Strategien der Rationalisierung. Er ana-lysiert digitale Produktionssteuerung und Künstliche Intelligenz als Werkzeuge für die Beschäftigten und gleichzeitig als Werkzeuge zu ihrer Kontrolle. 2017 erschien sein Buch „Automatisierung und Ausbeu-tung – Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?“.
Information: www.textarbeit.net


Dr. Raphael Menez
ist als Gewerkschaftssekretär in der IG Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg zuständig für Digitalisierung und Industrie 4.0. In seiner Funktion als Bildungsreferent im IG Metall Bil-dungszentrum Lohr – Bad Orb qualifiziert er Betriebsräte in der arbeitspolitischen Gestaltung von Digi-talisierung und Industrie 4.0. Der promovierte Sozialwissenschaftler koordiniert die baden-württembergischen Projekte „Arbeit+Innovation“ in aktuell 21 Betrieben und unterstützt die dortigen Betriebsräte bei der betrieblichen Gestaltung und Prozessbegleitung von Industrie 4.0-Projekten.

Patrik Huber ist Fachsekretär für „Gute Arbeit und Demografie“ im Landesbezirk Baden-Württemberg der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Als langjähriger Betriebsratsvorsitzender in einem Unternehmen der Automobil- und Zuliefererindustrie kennt er die aktuellen Herausforderungen in den Betrieben. Er berät und begleitet Betriebsratsgremien bei der Planung und Umsetzung von Projekten in den Themenbereichen „Gute Arbeit“ und dem demografischen Wandel. Die Industrie 4.0 und die Digi-talisierung der Arbeitswelt bilden seit drei Jahren einen Themenschwerpunkt innerhalb des Bereichs „Gute Arbeit“. Dabei geht es insbesondere um die Wechselwirkungen der beiden Megatrends demo-grafischer Wandel und Industrie 4.0.


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