Deutscher Gewerkschaftsbund

13.08.2018

Europäischer Gewerkschaftsbund (EGB/ETUC/CES)

EGB

EGB

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB, englisch: ETUC für European Trade Union Confederation, französisch: CES für Confédération Européenne des Syndicats) wurde 1973 gegründet. Er vertritt 90 nationale Gewerkschaftsbünde aus 38 Ländern und 10 europäische Branchenverbände mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern.

Der EGB koordiniert 45 interregionale Gewerkschaftsräte mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit, davon 13 mit deutscher Beteiligung.

Als Vertreter der europäischen Arbeitnehmer/innen ist der EGB direkt an den europäischen Gesetzgebungsverfahren beteiligt. Er kann mit den europäischen Arbeitgeberverbänden Vereinbarungen abschließen. Auf Beschluss des Rats und des Europäischen Parlaments können diese Rechtsstatus erlangen.

Der EGB hat wichtige Richtlinien zu Arbeitnehmerrechten mitformuliert, unter anderem zur Teilzeitarbeit und zum Elternurlaub.

 

Struktur und Repräsentanten

Kongress - Der Kongress ist das oberste Gremium des EGB. Er wird alle vier Jahre einberufen, zuletzt 2015 in Paris. Der Kongress wählt neben den Mitgliedern des Exekutivkommitees auch den Präsidenten bzw. die Präsidentin. Desweiteren bestimmt er den Generalsekretär, dessen zwei Stellvertreter/innen und die vier weiteren Mitglieder des Sekretariats.

Generalsekretär ist Luca VISENTINI (Italien).

Exekutivkommittee - Das Kommittee trifft sich viermal im Jahr und besteht aus Vertretern der Mitgliedsorganisationen. Es entscheidet über Mandat und Zusammensetzung der Delegationen für den Europäischen Sozialdialog.

Steuerungskommittee - Das Steuerungskommittee ist dafür verantwortlich, dass die Entscheidungen des Exekutivkommitees umgesetzt werden. Dieses kleinste der EGB-Gremien trifft sich acht Mal pro Jahr. Es besteht aus 21 gewählten Mitgliedern des Exekutivkommittees.

Weitere Informationen zum EGB: https://www.etuc.org (nur in EN/FR)

 

 

 


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