Deutscher Gewerkschaftsbund

27.08.2012

Gute Arbeit - Gut in Rente (Kampagne der IG Metall)

Für die IG Metall steht fest: Die Rente mit 67 ist und bleibt eine grandiose Fehlentscheidung. Sie fördert Arbeitslosigkeit und Altersarmut. „Darum werden wir alles dafür tun, dass die Rente mit 67 wieder abgeschafft wird und es auch keine andere Einheitslösung für alle gibt“, sagt Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Denn die Menschen, Lebensläufe und Arbeitsbedingungen sind viel zu verschieden für ein einziges Modell. 

Die IG Metall hat ihren Standpunkt, doch sie will auch hier und heute den Alltag der Kolleginnen und Kollegen verbessern. „Da unter den gegebenen politischen Verhältnissen die Abschaffung der Rente mit 67 nicht gegeben ist, müssen wir auch andere Wege gehen“, so Detlef Wetzel.

Die Rente mit 67 gilt ab 2029. Allen, die ihren Beruf schon früher aufgeben müssen, droht die Altersarmut. „Politik und Arbeitgeber wollen die Rente mit 67, jetzt müssen sie mindestens dafür sorgen, dass die Leute bis dahin auch arbeiten gehen können“, fordert Detlef Wetzel. 

Nach Angaben der Befragten kümmern sich 92 Prozent der Betriebe heute „selten“ bis „nie“ um die Gestaltung alterns- und altersgerechter Arbeitsplätze. „Wir brauchen flexible und faire Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Erwerbsleben und fordern von den Arbeitgebern, aktiv zu werden und diese Herausforderung betrieblicher Gestaltung endlich anzunehmen“, erklärt Detlef Wetzel. Der Gesetzgeber müsse sich der sozialpolitischen Verantwortung stellen. 

Nötig sind die öffentliche Förderung der Altersteilzeit sowie ein erleichterter Rentenzugang für Erwerbsgeminderte und die Streichung der Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente. Zudem muss Beschäftigten mit langen Versicherungszeiten ein abschlagsfreier Rentenzugang ermöglicht werden.

Link zur Kampagne "Gute Arbeit - Gut in Rente"


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