Deutscher Gewerkschaftsbund

21.07.2017

Netzwerk "Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt" gegründet

Technik soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt! – Ein neues gesellschaftliches Netzwerk will die Digitalisierung menschlich und sozial mitgestalten


Impulse für gesellschaftliche Initiativen zur humanen Gestaltung der Digitalisierung will das neue Netzwerk „Sozialer Zusammenhalt in digitaler Lebenswelt“ geben, das sich am 13. Juli 2017 in Stuttgart gegründet hat. Technik soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Digitalisierung soll den sozialen Zusammenhalt stärken und ihn nicht verringern. Unter diesen Leitmotiven haben sich verschiedene Organisationen aus Bildung, Sozialarbeit, Kirche, Wissenschaft und Gewerkschaften zusammengefunden, um den fortschreitenden Prozess der Digitalisierung zu einem stärker gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Thema zu machen.

Es gilt, die digitale Transformation sozialpolitisch und zivilgesellschaftlich anzupassen und zu demokratisieren. Gefordert sind nicht nur Schule und Berufsschule sondern auch Stadtplanung und soziale Absicherung. Der Umbau stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Sie betrifft alle Bürgerinnen und Bürger. Sie alle sind einzuladen, sich an der Gestaltung dieser Veränderung zu beteiligen. Dieser Wandel benötigt in demokratischer, sozialer, kultureller, rechtlicher, ökologischer und ökonomischer Hinsicht Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit kann nur erreicht werden, wenn es gelingt, soziale Innovationen, soziale Standards, demokratische Rechte und gesellschaftspolitische wie auch strukturelle Maßnahmen im digitalen Wandel abzusichern. Schritte zur Förderung des sozialen Zusammenhalts müssen aktiv weiter entwickelt werden. Das Netzwerk will Gesprächspartner für Politik, Wirtschaft, Forschung und Technik sein, um gesellschaftliche Anforderungen in den Umbau gesellschaftlicher Umgangsformen zum frühestmöglichen Zeitpunkt einfließen zu lassen. Für das Netzwerk stehen die sich wandelnden Lebensbedingungen der Menschen jenseits des betrieblichen Alltages im Vordergrund.

Zu den Gründungsmitgliedern des neuen Netzwerkes gehören die Partner:

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA),
  • Forum Soziale Technikgestaltung,
  • Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg,
  • Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Baden-Württemberg,
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg,
  • Gewerkschaft ver.di Baden-Württemberg,
  • Lehrstuhl für Soziologie Universität Hohenheim,
  • Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg/Friedrich Ebert Stiftung,
  • Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative/Kommunale Koordinierung,
  • Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg,
  • Selbsthilfewerk für interkulturelle Arbeit acli e. V.

Weitere interessierte AkteurInnen sind willkommen.



Kontakt:
Günter Buck (Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) buck@bagejsa.de
und Welf Schröter (Forum Soziale Technikgestaltung) schroeter@talheimer.de


 

Die Netzwerkgründer_innen

FST


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