Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist ein gewerkschaftlicher Grundwert. Sie muss in allen Lebensbereichen Wirklichkeit werden. Zum Kern unserer Gleichstellungspolitik gehört die eigenständige Existenzsicherung von Frauen. Diese verhindert ökonomische Abhängigkeiten und trägt dazu bei, dass Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Wir setzen uns ein für geschlechtergerechte Zugänge zur Arbeitswelt, Entgeltgleichheit, gerechte Karrierechancen und eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Wirtschaft und Politik. Um das zu erreichen, müssen strukturelle Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen überwunden werden. Eine gerechte Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit und Arbeitszeiten, die zum Leben passen, sind ein wesentlicher Schlüssel dafür. Geschlechtergerechte Verhältnisse machen das Leben für alle besser. Wir erreichen sie nur gemeinsam.
Ansprechpartnerinnen
DGB/Anna Sieger
DGB/Anna Sieger
Aktuelles zur Frauen- und Gleichstellungspolitik
Internationaler Frauentag 2026: Mitbestimmen. Mitgestalten. Misch dich ein!
Aufruf zu Engagement für Gleichstellung und Demokratie rund um den 8. März
Pressemitteilung05. März 2026
Artikel lesenPodiumsdiskussion zur Landtagswahl: Wir können alles – außer Gleichstellung?
Gemeinsame Pressemeldung von Landesfrauenrat Baden-Württemberg, Netzwerk Gleichstellung und DGB Baden-Württemberg
Pressemitteilung29. Januar 2026
Artikel lesenWahlprüfsteine zur Frauen- und Gleichstellungspolitik in Baden-Württemberg
News17. Dezember 2025
Artikel lesenLandesregierung stellt erste ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie für das Land Baden-Württemberg vor. Was lange währt, wird endlich – mangelhaft
Gemeinsame Pressemitteilung von DGB-Frauen, Landesfrauenrat und DGB Baden-Württemberg
Pressemitteilung20. Oktober 2025
Artikel lesenDGB-Bezirksfrauenkonferenz Baden-Württemberg 2025
Am 28. Juni haben sich rund 100 Delegierte im Willi-Bleicher-Haus auf unserer 23. Bezirksfrauenkonferenz unter dem Motto „MehrWert Gleichstellung“ zusammengefunden. Von der Gender Pay Gap über Care-Arbeit, Gewaltprävention bis hin zu frauengerechter Medizin – es wurde kein Thema ausgespart. Unsere beschlossenen Anträge stellen die Grundlage für unsere weitere Arbeit – für die kommende Landtagswahl und darüber hinaus. Wir setzen uns ein für
- Mehr Tarifbindung
- Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung
- Sichtbarkeit und Aufwertung von Care-Arbeit
- Eine Landespolitik, die Gleichstellung nicht nur verspricht, sondern die Gleichstellungsstrategie auch umsetzt.
Zum Download:
Beschlussbuch 23. DGB-Bezirksfrauenkonferenz BW
Besonders gefreut hat es uns, dass wir Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe als politische Rednerin zu Gast hatten. In ihrem Vortrag beleuchtete sie den ökonomischen Wert unter- und unbezahlter Sorgearbeit. Es ist notwendig, dass sogenannte SAHGE-Berufe (Soziale Arbeit, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit/Pflege und Erziehung), in denen 80 Prozent der Beschäftigten Frauen sind, deutlich besser entlohnt werden. Außerdem braucht es einen bedarfsdeckenden Ausbau der Angebote zur Kinderbetreuung und zur Unterstützung der häuslichen Pflege, damit unbezahlte Sorgearbeit gerecht verteilt wird, Frauen ihre Erwerbstätigkeit erhöhen können und sich eigenständig absichern können. Das muss von einer Steuerpolitik gerahmt werden, die dafür sorgt, dass Frauen nicht in die Rolle von Hinzuverdienerinnen gedrängt werden. Echte Gleichstellungspolitik verknüpft die Felder der unbezahlten und bezahlten Arbeit und sorgt dafür, dass die gesamte Arbeit sichtbar gemacht wird. Das ist eine Voraussetzung, um eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Gleichstellung ist mehr Wert!
Zum Download:
Keynote Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe
Geschäftsbericht 2021 - 2025 der DGB-Frauen Baden-Württemberg
23. DGB-Bezirksfrauenkonferenz
Wir blicken auf vier ereignisreiche Jahre zurück, in denen wir einiges erreicht haben: die ILO-Konvention wurde unterzeichnet, die Frauen vor Gewalt am Arbeitsplatz schützen soll. Wir dringen auf eine konsequente Umsetzung – auch durch die Landespolitik. Dank unserer guten Tarifabschlüsse ist die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern geschrumpft, dennoch trägt Baden-Württemberg weiterhin die rote Laterne. Für echte Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt braucht es grundlegende Veränderungen. Diese müssen uns mehr Wert sein. Die dramatische Rechtsentwicklung in Gesellschaft und Politik bereitet uns große Sorgen. Geschlechtergerechtigkeit ist auch ein zentraler Baustein für eine stabile Demokratie. Wir kämpfen weiter dafür, dass es Frauen in zwanzig Jahren besser haben als heute. Viel Spaß bei der Lektüre!
Zum Download:
Geschäftsbericht 2021 - 2025 DGB-Bezirksfrauenkonferenz Baden-Württemberg