Bereits seit einigen Jahren macht sich der DGB Baden-Württemberg für eine Verbesserung des Schutzes von Beschäftigten im öffentlichen Dienst stark.
Mit Hilfe von Aktivitäten durch und um die DGB-Initiative „Vergiss Nie, hier arbeitet ein Mensch“ herum ist es gelungen, eine Sensibilität bei den Verantwortlichen herzustellen. Dies führt dazu, dass es seitens des Landes mittlerweile eigene Aktivitäten gibt, welche den Schutz der Beschäftigten verbessern sollen – ein Erfolg der kontinuierlichen Arbeit des DGB Baden-Württemberg und seiner Mitgliedsgewerkschaften des öffentlichen Dienstes.
Landeskonzeption als erster großer Schritt
Im Sommer 2024 wurde mit der Vorstellung der Landeskonzeption für einen besseren Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst vor Gewalt im Arbeitsalltag ein erster großer Schritt getan.
Im Rahmen einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe, an der auch der DGB Baden-Württemberg beteiligt war, wurde eine Konzeption erarbeitet, zu der sich alle beteiligten Akteure bekannt haben.
Für den DGB Baden-Württemberg war von Beginn an klar, dass die Konzeption nur den Auftakt für weitere Aktivitäten darstellt. Entsprechend wurde das Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst auch nach der Veröffentlichung der Konzeption kontinuierlich in Gesprächen aufgegriffen, durch eine Fachtagung vertieft und mit einer Ausstellung im Innenministerium begleitet, die seither als Wanderausstellung beim DGB Baden-Württemberg ausgeliehen werden kann.
Ansprechstelle für Betroffene
Mit dem Start ins neue Jahr wurde nun endlich ein weiterer wichtiger Schritt erreicht. Zukünftig gibt es eine Kontaktstelle, an die Betroffene sich wenden können.
Die Ansprechstelle rund um Gewaltprävention und Sicherheit öffentlicher Dienst (ARGUS öD) wurde beim LKA Baden-Württemberg eingerichtet und bietet ein breites Informationsangebot für Betroffene. Inhaltlich werden durch das Angebot die drei wichtigen Teilbereiche des Gewaltphänomens, nämlich Prävention, Unterstützung im Akutfall und Nachsorge, abgedeckt.
Gewaltprävention als Daueraufgabe
Für den DGB Baden-Württemberg ist klar, dass der Schutz der Beschäftigten eine Daueraufgabe für die öffentlichen Arbeitgeber bleibt. Daher müssen weitere Schritte folgen, wie beispielsweise ein flächendeckendes, niederschwelliges Meldewesen für Gewaltvorfälle in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes.
Hier wurden bereits im Projekt InGE (Projekt Lagebildinstrument zu Gewalterfahrungen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst) Erkenntnisse gesammelt. Daran gilt es anzuknüpfen.
Gemeinsam mit unseren Mitgliedsgewerkschaften des öffentlichen Dienstes wird sich der DGB Baden-Württemberg auch zukünftig für Verbesserungen und besseren Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Dienst einsetzen.
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