Podiumsdiskussion zur Landtagswahl: Wir können alles – außer Gleichstellung?

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Ordnungsnummer PM 03

Dachzeile Gemeinsame Pressemeldung von Landesfrauenrat Baden-Württemberg, Netzwerk Gleichstellung und DGB Baden-Württemberg

Welche Konzepte verfolgen die Parteien für eine feministische und zukunftsgerichtete Gleichstellungspolitik in Baden-Württemberg? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion des Netzwerks Gleichstellung anlässlich der Landtagswahl. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. Februar 2026, von 19:00 bis 20:30 Uhr im Willi-Bleicher-Haus (Gewerkschaftshaus) in Stuttgart statt. Eingeladen sind alle Teilnehmenden ab 18:30 Uhr für einen Imbiss und zum Austausch.

Gemeinsam mit Abgeordneten der demokratischen Fraktionen im Landtag Baden-Württemberg (Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP) sowie der Spitzenkandidatin der Partei Die Linke, will das Netzwerk Gleichstellung zentrale gleichstellungspolitische Herausforderungen und Perspektiven für die kommende Legislaturperiode diskutieren. Grundlage der Diskussion sind Wahlprüfsteine, die vom Netzwerk Gleichstellung mit den DGB-Frauen Baden-Württemberg gemeinsam erarbeitet wurden. 

„Gleichstellung ist kein Randthema, sondern eine demokratische Kernaufgabe“, betont Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg. „Die jetzige Landesregierung hat sich die Umsetzung einer Gleichstellungsstrategie in den Koalitionsvertrag geschrieben. Daran ist sie gescheitert. Wir erwarten von den Parteien konkrete Konzepte und verbindliche Maßnahmen, wie sie Gleichstellungspolitik künftig wirksam und nachhaltig umsetzen wollen. Lippenbekenntnisse reichen nicht aus.“

Auch Farina Semler, Vorsitzende der DGB-Frauen Baden-Württemberg und aktiv im Netzwerk Gleichstellung unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung: „Vor der Landtagswahl wollen wir den Frauenpolitikerinnen genau zuhören – und nachfragen. Es geht darum, ob und wie die Parteien bereit sind, feministische Gleichstellungspolitik mit einem Blick auf die unterschiedlichsten Lebenssituationen voranzubringen. Wir wollen wissen, auf wen wir uns in den kommenden Jahren verlassen können. Es ist – angesichts der hohen Zustimmung zu rechter Politik - dringender denn je.“

Auf dem Podium diskutieren: 
• Stefanie Seemann MdL (Bündnis 90/Die Grünen) 
• Ayla Cataltepe MdL (CDU) 
• Dr. Dorothea Kliche-Behnke MdL (SPD) 
• Julia Goll MdL (FDP) 
• Mersedeh Ghazaei (Die Linke) 
• Prof. Dr. Ute Mackenstedt (Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg)

Moderiert wird die Veranstaltung von Marion Römmele (Netzwerk Gleichstellung). 
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist erforderlich.

Kontakt für Rückfragen: 
Jessica Messinger DGB Baden-Württemberg 
Tel.: 0711 2028-259 
E-Mail: jessica.messinger@dgb.de 

Hintergrund: Das Netzwerk Gleichstellung setzt sich aus Gewerkschaftsfrauen, Expertinnen aus Wissenschaft und Forschung, Aktive der frauen- und mädchenpolitischen Verbandsarbeit, der politischen Frauenbildung sowie der Frauenberatungs- und Therapiearbeit zusammen. Ihm gehören unter anderem der Landesfrauenrat Baden-Württemberg, der DGB Baden-Württemberg, GEW und ver.di Baden-Württemberg, das Forschungsinstitut tifs e. V., der Verband Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen (VBWW), die LAG Mädchenpolitik sowie die LAG der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an. 

Wahlprüfsteine: 
Die vom Netzwerk Gleichstellung veröffentlichten Wahlprüfsteine finden Sie unter: https://bw.dgb.de/aktuelles/news/wahlpruefsteine-zur-frauen-und-gleichstellungspolitik-in-baden-wuerttemberg/ 

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