Die Vermessung der Demokratie

16.09.2026 von 20:00 - 23:00

Karlstorbahnhof, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg

„Die Vermessung der Demokratie“ 
über Wilhelm Leuschner und sein Wirken – als Demokrat, Gewerkschafter und Widerstandskämpfer 
von und mit Jan Uplegger sowie den Musikerinnen Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier)

Hier geht es zum Online-Vorverkauf, für Kurzentschlossene gibt es eine Abendkasse

 

Unsere Zeit ist geprägt von großer politischer Unsicherheit, beeinflusst durch einen sich verstärkenden Hang zu Populismus, autoritären und rechtsradikalen Tendenzen. Ist sie schon mit den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts zu vergleichen? Schon vor 100 Jahren warnte frühzeitig ein Mann vor der Gefahr durch den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland: der damalige hessische Innenminister Wilhelm Leuschner. Nach 1933 baute er als Gewerkschaftsführer im Untergrund ein ganz Deutschland umfassendes geheimes Widerstandsnetz auf. Dieses war die unentbehrliche Grundlage für Stauffenbergs Umsturzpläne. Nach einem gelungenen Attentat hätte er Leuschner als Reichskanzler vorgeschlagen. Leuschner bezahlte seine führende Mitwirkung am gescheiterten Umsturz mit dem Leben: Er wurde – nach schwerer Folter - am 29. September 1944 in der NS-Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee qualvoll ermordet. Seine Vision von einer Einheitsgewerkschaft unter Zusammenschluss aller demokratischen Kräfte bereitete die spätere Gründung des DGB und unserer demokratischen Nachkriegsordnung vor.

Eine Kooperationsveranstaltung des DGB Kreisverband Heidelberg/Rhein-Neckar mit Gegen Vergessen Für Demokratie Regionalgruppe Kurpfalz und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold Landesverband Baden-Württemberg