Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 49 - 20.09.2021
Bundesweiter Aktionstag am 21. September

DGB für eine starke gesetzliche Rente!

Kurz vor der Bundestagswahl fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit einem bundesweiten Pendleraktionstag am Dienstag, den 21.09.2021, eine starke gesetzliche Rente. An mehr als 200 Orten in ganz Deutschland informieren Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Beschäftige an Bahnhöfen und zentralen Plätzen unter dem Motto „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!“. In Baden-Württemberg finden 19 Aktionen statt, etwa in Aalen, Biberach, Esslingen, Freiburg, Friedrichshafen, Göppingen, Heilbronn, Ravensburg, Reutlingen, Singen, Stuttgart, Offenburg und Ulm.

Martin Kunzmann, Vorsitzender DGB Baden-Württemberg: „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch gut von der Rente leben können. Diese Leistungszusage war und ist ein zentrales Sicherheitsversprechen unseres Sozialstaats. Darauf müssen sich die Beschäftigten verlassen können, egal, ob sie 18, 30 oder 55 Jahre alt sind. Zu diesem Versprechen gehört aber auch, dass die Menschen eine realistische Chance haben, überhaupt das Rentenalter zu erreichen. Deswegen darf in einer älter werdenden Gesellschaft das Rentenalter nicht hochgeschraubt und das Rentenniveau nicht weiter abgesenkt werden. Unsere Forderung bleibt: Die nächste Koalition muss die gesetzliche Rente stärken. Das Rentenniveau muss dauerhaft stabilisiert und perspektivisch wieder erhöht werden – über das Jahr 2025 hinaus.“

Deutlich sprach sich Kunzmann gegen alle Vorstöße aus, das Rentenalter weiter anzuheben: „Wer solche Vorschläge macht, muss auch sagen, was das bedeutet: Länger arbeiten, weniger und kürzer Rente beziehen! Die Zeche dafür würde insbesondere die heute junge Generation bezahlen. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.“

Die Frage sei nicht, ob wir uns eine gute Altersvorsorge leisten können, sondern wer sie bezahle. Die Antwort des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften darauf laute: Mehr Solidarität. „Wir brauchen eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente hin zu einer umfassenden Erwerbstätigenversicherung. Wir brauchen mehr Menschen in Arbeit, die unter den Schutz von Tarifverträgen fallen und anständige Löhne bekommen – denn dem Niedriglohn folgt unmittelbar die Armutsrente. Gute Arbeit, gute Tariflöhne, gute Rente. Das Versprechen, Menschen im Alter nicht vom Wohlstand abzukoppeln, muss weiter gelten,“ resümierte Kunzmann.

Die Städte, in denen Aktionen stattfinden, finden Sie hier.

 


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