Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 48 - 16.09.2021
Bundesweiter Aktionstag der DGB-Frauen am 18.9. zur Bundestagswahl

Gewerkschafter*innen gehen für mehr Gleichberechtigung auf die Straße

Am Samstag, den 18. September, finden in mehreren Städten Baden-Württembergs öffentliche Aktionen der Frauen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Frauen) statt. Sie wollen die Wähler*innen motivieren, sich mit den gleichstellungspolitischen Positionen der Parteien zur Bundestagswahl auseinanderzusetzen.

Jessica Messinger, Bezirksfrauensekretärin des DGB Baden-Württemberg: „Wir stehen für die eigenständige Existenzsicherung der Frauen in allen Lebenslagen. Wirtschaftliche Unabhängigkeit garantiert Frauen mehr Selbstbestimmung und die Aussicht, auch in der Rente genug zum Leben zu haben. In welchem Maße es für Frauen möglich ist, erwerbstätig zu sein, hängt stark von den politischen Rahmenbedingungen ab. Hier muss die nächste Bundesregierung mehr tun. Der DGB tritt dafür ein, die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erleichtern sowie unbezahlte Sorgearbeit bei Pflege und Kindererziehung gerecht zwischen Frauen und Männern aufzuteilen.“

„Wir erwarten von der kommenden Bundesregierung, dass sie die Erwerbstätigkeit von Frauen fördert. Dazu ist es notwendig, endlich Steuergerechtigkeit herzustellen und das Ehegattensplitting abzuschaffen, welches viel zu viele Frauen in ihrer Rolle als Nebenverdienende und finanziell Abhängige hält. Wir setzen uns für eine geschlechtergerechte Familienförderung ein. Dafür muss massiv in den Ausbau und die Qualität der öffentlichen Kinderbetreuung investiert werden und dazu gehört selbstverständlich auch genügend gut bezahltes Personal in den Betreuungseinrichtungen. Außerdem muss das Elterngeld progressiv weiterentwickelt werden, so dass die Sorgearbeit auch in männlichen Lebensläufen Eingang findet. Deshalb fordert der DGB den Ausbau der Partnermonate um weitere zwei Monate, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen“, so Messinger weiter.

Besonders in der Pandemie habe sich gezeigt, dass alte Rollenmodelle längst nicht überwunden sind. So habe sich die Betreuung der Kinder zwangsläufig in die Familien verlagert und wurde hauptsächlich von Frauen geschultert. Der Lockdown habe die strukturellen Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen noch sichtbarer werden lassen. Unterbrochene Erwerbsbiografien oder erzwungene Arbeitszeitreduzierung wurden während der Pandemie für noch mehr Frauen zur Realität.

Messinger weiter: „Wir dürfen diesen Roll-Back nicht einfach hinnehmen, sondern müssen uns dafür stark machen, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen erleichtert und die gleichberechtigte Aufteilung unbezahlter Sorgearbeit viel stärker in den Fokus genommen wird“.

In Baden-Württemberg finden am 18.9. in Aalen, Esslingen, Heidenheim, Pforzheim, Schwäbisch-Hall, Stuttgart und Villingen-Schwenningen Aktionen des DGBs und seiner Mitgliedsgewerkschaften statt. Auf die Einhaltung der Corona-Regeln wird geachtet.

Hinweis:
Die Terminübersicht zum bundesweiten Frauenaktionstag finden Sie hier.

Der Parteiencheck der DGB-Frauen ist online.

Ansprechpartnerin:
Jessica Messinger, DGB-Bezirksfrauensekretärin (mobil: 0175 2924272)

 


Nach oben

Kontakt Pressestelle


Pressesprecherin:
Andrea Gregor
fon   0711-2028-213
mob 0175-2924287
fax   0711-2028-250
andrea.gregor(at)dgb.de

Andrea Gregor

DGB/Sandra Wolf

 

Onlineredakteurin:
Luca Gemein
fon  0711-2028-300
mob 015142119568
fax  0711-2028-250
luca.gemein(at)dgb.de

Luca Gemein

DGB/Sandra Wolf


Assistentin:
Benita Kaupe
fon  0711-2028-215
fax  0711-2028-250
benita.kaupe(at)dgb.de


Postanschrift:

DGB-Bezirk Baden-Württemberg
Pressestelle
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart